Beim Aufspüren von Drogen und Sprengstoffen spitze

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Heilbronner Polizeihunde und ihre Herrchen belegen erste und dritte Plätze bei Bezirksausscheidung

Von Michael Nachreiner

Drogen im Fahrersitz? Dem Schäferhundrüden Django und seinem Herrchen Peter Momber von der Polizeihundeführerstaffel entgeht nichts.Foto: Guido Sawatzki
Drogen im Fahrersitz? Dem Schäferhundrüden Django und seinem Herrchen Peter Momber von der Polizeihundeführerstaffel entgeht nichts.Foto: Guido Sawatzki
Er durchstöbert das Auto. Seine Nase beschnuppert alles. Hat er gefunden, was er gesucht hat, legt er sich einfach ab. Das ist das Geschäft des Schäferhundrüden Django. Bei der Heilbronner Polizeihundeführerstaffel in Offenau verrichtet er seinen Dienst als Drogensuchhund - und zwar als bester Nord-Württembergs.

Django hat mit seinem Herrchen Peter Momber bei der Bezirksausscheidung in Siegelsbach in der Einzelwertung den ersten Platz belegt. Ebenfalls auf dem ersten Platz beim Sprengstoffsuchen sind Dex und Volker Sommer gelandet. Komplettiert wurde das gute Abschneiden durch Jeeps und Cathrin Vetters dritten Platz im Einzel beim Sprengstoffsuchen. Die beiden Heilbronner Teams mit Django und Dex sowie mit Jeep und Sagus mit Herrchen Manfred Speiser wurden in der Mannschaftswertung Erster und Dritter. Insgesamt sind neun Mannschaften und sechs Einzelkämpfer angetreten.

Jeweils 15 Minuten, um ein Zimmer und ein Auto auf Drogen zu durchsuchen: So viel Zeit hatten Django und Peter Momber. Das Ziel war es, zwei unterschiedliche Drogenpäckchen zu finden. Bewertet wurden Taktik des Hundeführers, Suchintensität und das Anzeigeverhalten des Hundes, aber auch wie gut sich der Hund führen ließ. Hat das Gespann drei Mal einen Fund angezeigt, obwohl dort nichts versteckt war, wurden sie disqualifiziert.

„Bei einem Wettkampf ist immer Prüfungsstress dabei“, gesteht Peter Momber. „Bei einer Kontrolle im Dienst“, fügt Cathrin Vetter hinzu, „konzentriert man sich voll auf seine Aufgabe.“ Das sei das tägliche Geschäft.

Einen Hund zu einem guten Diensthund auszubilden, dauert seine Zeit. Meistens werden Hunde im Alter von ein bis drei Jahren angekauft, erzählt Manfred Speiser. In der Zwischenzeit würden auch Welpen erworben. Doch erst mit rund einem Jahr könne man erkennen, ob sich der Hund zum Diensthund eigne. „Dann kann man sagen, ob sie von ihrem Lern- und Spieltrieb sowie ihrer Gesundheit zuerst zum Schutz- und dann zum Spezialhund ausgebildet werden können.“ Die Grundausbildung und die Spezialausbildung dauern jeweils rund drei Monate.

Auf den Lorbeeren der Ausbildung kann sich kein Polizeihund ausruhen. Tägliches Training wäre das Optimum. Doch ließe es sich mit den anderen Aufgaben im Dienst wie Tierhaltungsüberprüfungen oder dem Bearbeiten aller durch Tiere verursachten Körperverletzungen nicht immer vereinen, sagt Manfred Speiser. Außerdem sei es oft auch gut, in kleineren Gruppen zu trainieren: „Ich kann nicht gleichzeitig den Hund führen und Täter spielen. Außerdem bewertet ein Außenstehender anders als man selber. Das hilft, damit sich keine Fehler einschleichen.“

Nach oben  Nach oben