Bäcker Förch verärgert über Amazon-Besenbrot
Das bekannte Besenbrot der Erlenbacher Bäckerei Förch ist noch bis vor wenigen Tagen via Amazon verkauft worden. 14 Euro für zwei Stück – allerdings nicht von Förch selbst. Bäckereichef Roland Förch ist sauer.

„Wir haben mit Erschrecken festgestellt, dass Text und Bilder von unserer Homepage kopiert und verwendet wurden“, sagt Förch auf unsere Anfrage. Er habe erst aufgrund der Recherche der Heilbronner Stimme von dem Geschehen erfahren.
Förch: „Niemand in unserer Firma hat unser Besenbrot auf Amazon zum Verkauf gestellt.“ Für den Endverbraucher habe es sich so dargestellt, „als wären wir die Verkäufer.“
Kurzerhand gab der Bäckereichef unter anderem Namen eine Bestellung auf und ließ sich so sein eigenes Besenbrot an eine Adresse in Ludwigsburg liefern. „Zu einem Preis, der fast schon an Wucher grenzt“, so Förch. Zwei Tage später sei das Brot, „das tatsächlich auch unser Brot war“, in Ludwigsburg angekommen.
Das Brot sei in erbärmlichen Zustand gewesen, berichtet der Bäckereichef weiter. „Unordentlich verpackt, mit abgesplitterter Kruste und was wirklich schlimm ist, es war über einen längeren Zeitraum eingefroren und hatte schon teilweise Gefrierbrand.“ Das Besenbrot sei steinhart und somit ungenießbar gewesen.
Verkäufer nimmt Brot aus dem Shop

Roland Förch kontaktierte daraufhin den Absender und ermahnte ihn, den Verkauf seines Besenbrotes zu unterlassen und aus dem Amazon Shop zu nehmen. Der Verkäufer habe das Besenbrot bereits am nächsten Tag aus dem Shop genommen. „Somit ist die Sache für uns erledigt.“
Trotzdem: „Wir finden es schlimm, dass hier ein über die Region bekanntes Brot in Misskredit gebracht wurde, und man aus der Bekanntheit nochmals Profit erwirtschaften wollte.“ Und dies alles ohne bei ihnen in Erlenbach anzufragen.
Stimme.de