Bärlauch darf man nur schnüffeln

  
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Weil das Köpfertal ein Naturschutzgebiet ist, darf die Pflanze hier nicht gepflückt werden

Von Katja Feiler

Wer das Köpfertal betritt, schnüffelt ihn schon: Bärlauch. Hier gefällt es ihm besonders gut: Es ist kühl, feucht, der Boden voller Kalk. Ganze Bärlauchwiesen locken die Sammler zum Zugreifen. Doch das ist verboten. "Das habe ich nicht gewusst." Allein am vergangenen Sonntagmorgen hat Wolf-Dieter Riexinger von der Unteren Naturschutzbehörde drei bis vier Sammler aus den Beeten geholt und erklärt, dass sie gerade etwas Unerlaubtes tun.

"Grundsätzlich ist in Naturschutzgebieten alles Pflücken verboten." Hier hat die Natur Vorrang, erklärt der Naturexperte. "Deswegen stehen ja auch überall Hinweisschilder." Doch die übersehen die Menschen gerne. Die Sammler schneiden sich ganze Pfade in die Waldvegetation. "Das ist ja klar, ich wollte aus hygienischen Gründen auch nichts direkt am Wegesrand pflücken." Doch der Fachmann weist darauf hin: "Wer die Wege verlässt, stört auch Tiere und zertritt andere Pflanzen."

Dass immer mehr Menschen Bärlauch sammeln, ist Riexinger schon in den vergangenen Jahren aufgefallen. "Das ist eine Modeerscheinung." Grundsätzlich sei das Ernten für den Eigenbedarf zuhause auch erlaubt - eben nur nicht in ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Wer Bärlauch für kommerzielle Zwecke pflücken will, braucht dagegen eine Genehmigung.

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