Sprechender Esel und Überwindung der Angst

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Religion in den Herbstferien: Bei Heilbronner Kinderbibelwochen lernen kleine Christen die Bibel spielerisch kennen

Von Martin Nied
Wie hier an der Fischergasse finden auch in anderen Gemeindehäusern Kinderbibelwochen statt: zum Beispiel in derFriedens-, in der Süd- und nächste Woche in der Sontheimer Bonhoeffer-Gemeinde. (Foto: Martin Nied)
Wie hier an der Fischergasse finden auch in anderen Gemeindehäusern Kinderbibelwochen statt: zum Beispiel in derFriedens-, in der Süd- und nächste Woche in der Sontheimer Bonhoeffer-Gemeinde. (Foto: Martin Nied)

In Heilbronn bieten einige evangelische und katholische Kirchengemeinden in den Herbstferien Kinderbibelwochen an. Um Störenfriede, Angst und Versöhnung geht es bei St. Peter und Paul und Augustinus.

Grundlage für die Bibelwoche im Gemeindehaus an der Fischergasse ist eine Geschichte aus dem Alten Testament. Bileam sucht den Frieden. Ich war noch nie bei einer solchen Woche und wollte einfach mal ausprobieren, wie es hier ist . Bisher jedenfalls hat es Nora Spaß gemacht, beim Spielen, Singen und Basteln. Philipp ist bereits zum zweiten Mal dabei. Mir macht das Ganze sehr viel Spaß. Vor allem, weil ich keinen eigenen Religionsunterricht mehr habe seit ich auf der freien katholischen Schule bin. Dort ziehe sich der Religionsunterricht durch alle Fächer. Früher haben wir in Reli viele Spiele gemacht, was ich vermisse und was ich aber hier wieder finde . Und das, obwohl Spiele eigentlich gar nicht im Mittelpunkt der Kinderbibelwoche stehen, wie Gemeindereferentin Ulrike Sommer betont.

Im Mittelpunkt steht vielmehr die Geschichte von Bileam, seinem Esel, den Israeliten und den Moabitern sowie deren König. Doch spielerisch nähern sich die Kinder der Geschichte von Bileam und dem, was sie bis heute aktuell macht. Die Kinder haben die Geschichte mit Handpuppen nachgespielt. Sie haben bei sich selbst, in ihrer Umgebung zu Hause und in der Schule nach Störenfrieden wie in der Geschichte geforscht und diese zu Papier gebracht , erklärt die Gemeindereferentin.

Doch Störenfriede stören nicht nur, manchmal machen sie auch Angst - Angst vor dem Anderen, vor dem Unbekannten. Auch der König und seine Moabiter haben Angst vor den fremden Israeliten, erfahren die Kinder am Donnerstag. Wieder wird die Geschichte mit Handpuppen nachgespielt und die Kinder suchen nach Situationen, in denen sie selbst Angst haben: Beim Zahnarzt, Angst vor einem schlechten Zeugnis, vor bösen Menschen oder wenn sich die Eltern scheiden lassen wollen , kommt es aus der Runde. Spielerisch werden diese Situationen reflektiert und die Kinder überlegen, wer ihnen in solchen Situationen helfen kann.

Der Freitag steht im Zeichen der Versöhnung. Auf selbst ausgeschnittene Herzen schreiben die Kinder gute Wünsche für andere, die dann im Abschlussgottesdienst unter allen Kinder verteilt werden.

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