Alle kamen zur Brustkrebsfrüherkennung
Guter Start bei der Reihenröntgenuntersuchung im Heilbronner Mammografie-Zentrum
HEILBRONN - Frauen nehmen ihre Gesundheit ernst. Alle, die diese Woche zum Mammografie-Screening in die Heilbronner Kaiserstraße eingeladen wurden, sind auch gekommen. Keine einzige hat abgesagt, obwohl Zeit, Tag oder Ort jederzeit verlegbar sind. „Mit so einer tollen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, freut sich Dr. Hans-Gerd Wirth und bestärkt die Frauen: „Die Sache macht Sinn. Wir erkennen mit dieser Röntgenuntersuchung selbst kleinste Veränderungen in der Brust. So werden bösartige Tumoren sehr, sehr früh entdeckt.“
Praktisch ohne eine Möglichkeit zum Testlauf hat die Gemeinschaftspraxis als eine der ersten in Nordwürttemberg diese Woche mit dem Screening begonnen. „Alles hat geklappt: Die komplizierte Technik funktioniert, auch das Einlesen der Patientendaten und die Übermittlung der Röntgenbilder zum Befunder Dr. Klimeck nach Ludwigsburg. Nur die Software ist noch ein bisschen langsam“, findet Fachangestellte Katja Lang, die zusammen mit ihrer Kollegin Doris Gruner die Mammografien durchführt. Empfangen werden die Frauen, die für die Untersuchung etwa eine Viertelstunde Zeit mitbringen müssen, von Manuela Moser. Von ihr bekommen sie einen zweiseitigen Fragebogen und müssen ihre Versichertenkarte vorlegen, Praxisgebühr wird nicht fällig. Einen gesetzlichen Anspruch auf diese von den Kassen bezahlte Vorsorgeleistung haben seit Jahresbeginn alle Frauen zwischen 50 und 69, alle zwei Jahre. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis betrifft das 65 000 Frauen.
Sie habe ihren Mammografie-Termin selbst organisiert, erzählt eine Frau. Es sei bei ihr wieder Zeit für eine Untersuchung gewesen. Weil sie die bisher immer fällig gewordenen 70 Euro nicht aus eigener Tasche zahlen wollte, meldete sie sich bei der zentralen Nummer 0800/0006872 in Baden-Baden zum Screening an. Kostenfrei war eine Mammografie bisher nur, wenn ein Arzt wegen eines konkreten Verdachts oder wegen familiärer Belastung der Frau eine Überweisung zum Röntgen ausstellte.
Am kommenden Montag geht es in der Kaiserstraße 16 weiter. 230 Frauen werden bis Freitag erwartet. Ihr Ergebnis kommt nach einer Woche.
Stimme.de