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London (dpa)

Nguyen muss Brust-Tattoo nicht übertünchen

  
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Das übergroße Brust-Tattoo von Barren-Spezialist Marcel Nguyen hat für unnötige Aufregung im deutschen Olympia-Team gesorgt. «Pain ist temporary, pride is forever» (Die Qualen gehen vorüber, der Ruhm ist für immer) lautet seit Anfang Mai die Aufschrift auf seiner Brust.

Marcel Nguyen muss sein Tattoo überschminken. Foto: Bernd Settnik
Marcel Nguyen muss sein Tattoo überschminken. Foto: Bernd Settnik

Weil sie an den Rändern auch unter dem Turndress hervorleuchtete, hatte Nguyen das Tattoo beim Vorkampf übertüncht, um nicht Ärger mit dem Internationalen Olympischen Komitee IOC zu bekommen. «Ich habe ein wenig körperfarbene Kosmetik draufgeschmiert und pudere die entsprechenden Stellen, damit niemand mehr daran Anstoß nimmt», sagte er am Sonntag.

Laut Christian Klaue, dem Sprecher des deutschen Olympia-Teams, war diese Vorsichtsmaßnahme unnötig. «Wir haben uns beim IOC noch einmal erkundigt. Verboten sind nur religiöse und politische Botschaften, nicht Tattoos im Allgemeinen. Er muss es also nicht überdecken», sagte Klaue.

Vor einiger Zeit hatte Nguyen an dem Spruch eines beim Ironman erfolgreichen Amerikaners Freude gefunden. «Und da ich schon immer ein Tattoo wollte, habe ich mich entschieden, mir das so eintätowieren zu lassen», berichtete der 24 Jahre alte Sportsoldat aus Unterhaching.

Nguyen steht an diesem Montag mit der Riege im Team-Finale. Zudem hat er Philipp Boy aus dem Kampf um die Mehrkampf-Medaillen verdrängt und die Einzel-Finals an Barren und Boden erreicht.

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