Playboy-Schönheit Bongardt will aufs Podest
Nach der Goldfahrt von Alexander Grimm war Slalom-Kanutin Jennifer Bongardt mit der Deutschland-Fahne für die Siegesfeier zur Stelle, jetzt will die Playboy- Schönheit ihrem Teamkollegen im Kajak-Einer am liebsten nacheifern.

«Das größte Ziel habe ich schon erreicht: Dass ich starten darf. Nun will ich unbedingt ins Finale und eine Medaille wäre die Krönung», sagte die 25 Jahre alte amtierende Weltmeisterin, die vor und während Peking immer wieder wegen der Hochglanz-Fotos im Männer-Magazin aus dem vergangenen Jahr gefragt wird. «Sobald es ein Interview gibt, werde ich darauf angesprochen. Es ist doch positiv wenn solche Bilder auch später noch mal veröffentlicht werden, das bringt mir und dem Sport etwas.»
Ihre Fotos im Playboy blieben bei vielen mehr in Erinnerung als die vielen Erfolge. Den bislang größten feierte sie vor einem Jahr. Bei den Weltmeisterschaften in Brasilien holte sie für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) den ersten Kajak-Damen-Titel nach seit 16 Jahren und durfte zudem über Gold in der Team-Konkurrenz jubeln. Für die Spiele in Peking ist die 25-Jährige die aussichtsreiche Medaillen- Kandidatin der Slalom-Kanuten.
«Sie macht vieles aus dem Gefühl heraus richtig und hat ein sehr großes Wassergefühl», sagte Bundestrainer Jürgen Köhler und sieht kaum Schwächen bei seiner Vorzeige-Paddlerin. «Wenn es welche geben sollte, dann vielleicht die, ob sie von Beanspruchung alles verkraftet. Aber bei der Quali hat sie bewiesen, dass sie es kann.» Und Bongardt selbst macht sich keine große Sorgen, «denn der schlimmste Druck war die nationale Qualifikation.»
Mit einem neuen Boot wird die Kölnerin sich an diesem Mittwoch in der Qualifikation auf die «richtig schöne Strecke» begeben, zu der die Liebe erst nach und nach wuchs. Anfangs bereitete ihr die Wasserwucht im Shunyi-Park Kopfzerbrechen, und die Gedanken an die zwei schweren Schulterverletzungen kamen wieder hoch. «Die letzten Jahre hatte ich manchmal richtige Probleme vom Kopf her, dass wieder was mit der Schulter passiert. Das war beim ersten Lehrgang in Peking auch so, ich hatte total Angst, dass was passiert», sagte die Sportsoldatin, die die Gedanken an eine neue Blessur mit ihrer Mentaltrainerin in den Griff bekam.
Nun ist die Neuntplatzierte von Athen gerüstet für den großen Auftritt bei ihren zweiten Olympischen Spielen und will sich auch von den rund 10 000 Zuschauern nicht aus dem Paddel-Rhythmus bringen lassen. «Solche Menschenmassen kennen wir Kanuten gar nicht. «Das gibt einen besonderen Kick», sagte Bongardt.
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