Diese Unterländer waren bei der DFB-Pleite live dabei
Die Mexikaner waren nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Rängen überlegen. Zwei Unterländer erlebten die Niederlage der DFB-Elf vor Ort mit. Doch neben dem Sport zählt für sie noch etwas ganz anderes.

Dass die deutsche Elf gegen Mexiko kein gutes Spiel gezeigt hat, das war am Bildschirm und im Stadion zu sehen. Das ganze Drumherum aber, die Atmosphäre und die Begegnungen mit Menschen aus aller Herren Länder, das bleibt denen vorbehalten, die sich auf den Weg nach Russland gemacht haben. So wie Dominik Häffner aus Talheim und Philipp Doll aus Massenbach.
"Man trifft Leute aus der ganzen Welt, selbst aus Ländern, die gar nicht für die WM qualifiziert sind", erzählt Häffner von der Stimmung vor Ort. "Man hat seine Flagge dabei und viele wollen Fotos mit einem machen." Das ganze Geschehen bezeichnet Doll als "eine riesige Party".
Laute Mexikaner im Luschniki-Stadion
Die war auch beim Spiel am Sonntag zu erleben. Schließlich war die Arena voll mit lautstarken mexikanischen Anhängern. "Die ganze Stadt ist in lateinamerikanischer Hand", berichtet Häffner. Fans aus Deutschland und generell Europa seien seltener zu sehen.
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Was den beiden Unterländern besonders am Turnier gefällt, ist die Organisation und die Freundlichkeit der Gastgeber. "Die Russen geben sich sehr viel Mühe, alles ist perfekt organisiert", sagt der 26-Jährige. "Man braucht nicht einmal unbedingt russisch sprechen zu können", ergänzt Doll.
Etwa an den Metrostationen gebe es viele freiwillige Helfer, die bei Fragen weiterhelfen. Unterstützung von den Einheimischen bekamen die beiden auch, als sie sich in einem Handyladen mit Sim-Karten eindeckten und als sie Moskauer Sehenswürdigkeiten besuchten.
Riesige Distanzen faszinieren

Überhaupt löst die Metropole Faszination aus, Stichwort Entfernungen. "Die riesigen Distanzen sind gar nicht richtig zu greifen", sagt Häffner. Ihr Hotel habe sich 30 Kilometer vom zentralen Kreml entfernt befunden. Auch auf dem Autobahnring um Moskau herum waren sie unterwegs - der ist etwas mehr als 100 Kilometer lang.
Dominik Häffner und Philipp Doll besuchten schon öfter internationale Spiele. Vor zwei Jahren waren sie bei der EM 2016 in Frankreich zu Gast, ebenso 2012, als die EM in Polen und der Ukraine stattfand, machten sie sich auf die Reise. Gerade in Osteuropa haben sie schon einige Spiele live gesehen.
Ein Internetempfang, wie man ihn nicht kennt
Beim Telefonat mit der Stimme befinden sich die beiden gerade im Zug von Moskau nach St. Petersburg. Der legt die rund 700 Kilometer lange Strecke in lediglich vier Stunden zurück. Auch auf dem Land zwischen den Metropolen sei das LTE-Netz perfekt, "besser als in Deutschland", bemerkt Häffner schmunzelnd.
In der alten Zarenstadt wird sich das Unterländer Duo die Partie Russland gegen Ägypten ansehen. Die findet am Dienstag statt. Es bleibt also noch Zeit für viele weitere Begegnungen mit Fans aus aller Welt.
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