Stefan Herbold zieht den Hut
Fussball - Manchmal macht einem ein unliebsamer Zeitgenosse einfach einen Strich durch die Rechnung. Diesmal war es gar eine ganze Fußballmannschaft. TSV Kürnbach heißt der Spielverderber.

Fussball - Manchmal macht einem ein unliebsamer Zeitgenosse einfach einen Strich durch die Rechnung. Diesmal war es gar eine ganze Fußballmannschaft. TSV Kürnbach heißt der Spielverderber. Dabei hatte man sich schon so auf ein echtes Spitzenduell in der Kreisliga Sinsheim am Sonntag zwischen dem SV Rohrbach/S. und dem VfB Epfenbach gefreut. "Ich will auf jeden Fall als Tabellenzweiter antreten", hatte Stefan Herbold als Coach der Epfenbacher am Mittwoch noch geträumt. Aber: Seifenblase geplatzt, der TSV Kürnbach holte mit seinem 2:0-Sieg Stefan Herbold und Co. erst einmal vom Sockel.
Dabei sah es für den Verfolger in der ersten Halbzeit des Nachholspiels eigentlich gar nicht so schlecht aus. Der VfB Epfenbach hatte die Partie gut im Griff und nur der Kürnbacher Torsteher Fabian Lernbass verhinderte mit guten Paraden einen Treffer der Gäste. Marcel Bandulik und Philipp Gebhard drehten allerdings mit ihren fein herausgespielten Treffern nach der Pause den Spieß zu Gunsten des TSV Kürnbach um. Der Tabellenführer SV Rohrbach/S. trifft am Sonntag also auf einen angeschlagenen Gegner. "Bei dem Personal haben die in der Kreisliga sowieso keine Konkurrenz", zieht Stefan Herbold vor seinem Kontrahenten schon im Vorfeld den Hut.
Theres macht Unterschied Understatement in Reinkultur, um vielleicht doch für eine Überraschung sorgen zu können? Den Gegner starkreden, um ihn in Sicherheit zu wiegen? Wohl kaum, denn inzwischen dürfte allen klar geworden sein, dass der Weg zur Meisterschaft in der Kreisliga nur über Joachim Heger und sein Team führen wird. Allein Sachar Theres macht den Unterschied aus. Der einstige Oberligaspieler in den Reihen des SV Rohrbach/S. steuerte am vergangenen Sonntag gleich vier Treffer zum 6:3-Auswärtssieg beim eigentlichen Mitfavoriten TSV Reichartshausen bei.
Der FVS Sulzfeld reiste am selben Tag mal wieder erfolglos zum Angstgegner SV Treschklingen. Am Ende zogen die Rot-Schwarzen bei der 3:4-Niederlage mal wieder den Kürzeren. Dabei hatte es in den letzten Wochen für die Sulzfelder noch nicht einmal so schlecht ausgesehen. Der Start zur Aufholjagd schien zu glücken. Der Meisterschaftszug wird bei nun schon neun Punkten Rückstand auf den SV Rohrbach/S. aber auch in diesem Jahr ohne den FVS Sulzfeld abfahren. Jetzt könnte der als Mitfavorit gestartete Tabellenneunte zudem mit einem Heimerfolg über den Tabellenzweiten TSV Waldangelloch dem Tabellenführer den Steigbügel halten.
Famoser Neuling Der Aufsteiger SG Untergimpern zeigte in einem spannungsgeladenen Lokalderby beim TSV Neckarbischofsheim seine ganze spielerische Klasse und siegte mit 3:2. Dass die Elf von Theo Strauss zu Recht ganz vorne mitmischt, das wird sie sicher auch in der Heimpartie gegen den TSV Steinsfurt unter Beweis stellen. Für die eigentliche Sensation des letzten Spieltages sorgte allerdings der VfL Mühlbach, der vom hoch eingeschätzten TSV Helmstadt mit einem 1:0-Sieg nach Hause zurückkehrte. Die vermeintlich leichtere Hausaufgabe gegen den Neuling TB Richen dürfte diesmal allerdings nicht weniger spektakulär ausfallen.
Die Spiele am Wochenende
Mühlbach - Richen
Eschelbronn - Reichartshausen
Treschklingen - Helmstadt
Dühren - Kürnbach
Untergimpern - Steinsfurt
Michelfeld - N'bischofsheim
Rohrbach/S. - Epfenbach (alle So., 15.30)
Sulzfeld - Waldangelloch (So., 16.30 Uhr)
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