Gut gewappnet: Warum der TSV Ittlingen Bundesliga-Niveau hat
Fußball - Es gibt im Fußball die unterschiedlichsten Formen von Vereinswappen: Der FC Schalke 04 hat einen Kreis, der SV Werder Bremen eine Raute, Alemannia Aachen ein Dreieck. Der TSV Ittlingen wird durch ein ritterliches Schild symbolisiert - und das Besondere dabei ist die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Emblem von 1899 Hoffenheim.
Fußball - Es gibt im Fußball die unterschiedlichsten Formen von Vereinswappen: Der FC Schalke 04 hat einen Kreis, der SV Werder Bremen eine Raute, Alemannia Aachen ein Dreieck. Der TSV Ittlingen wird durch ein ritterliches Schild symbolisiert − und das Besondere dabei ist die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Emblem von 1899 Hoffenheim. Wie bei "Hoffe" ist es blau-weiß unterteilt, wie bei "Hoffe" läuft der Schriftzug mit dem Vereinsnamen zweizeilig diagonal von links nach rechts. Wappentechnisch hat der B-Ligist sozusagen Bundesliga-Niveau.
"Wir werden oft auf diese Ähnlichkeit angesprochen. Die Leute sagen dann: Hey, ihr seid wohl ,Hoffe"-Fans und macht denen alles nach", sagt Vorsitzender Manfred Schenk und fügt hinzu: "Ich antworte dann: ,Schaut doch mal genau hin!" Wer dies tut, stellt Bemerkenswertes fest: Beim TSV steht "TSV 1892 Ittlingen" im Emblem, bei der TSG "TSG 1899 Hoffenheim" . Ittlingens Kicker haben also die größere Tradition, ihr Verein ist sieben Jahre älter und kann das "Hoffe"-Wappen nicht abgekupfert haben. Wenn es ein Wappen-Plagiat gegeben hat, dann von Hoffenheimer Seite.
Doch Copyright-Ansprüche macht niemand geltend in Ittlingen. Nein, einen Wappen-Streit führt niemand im Schilde. TSV und TSG unterhalten gute Beziehungen. "Hoffe"-Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus hat 2008 vor 80 Zuhörern einen Vortrag im TSV-Clubhaus gehalten, Ittlingens Claudio Bellanave geht für die Hoffenheimer U23 in der Regionalliga Süd auf Torejagd. Manfred Schenk und Spieler wie Vitor Pereira haben eine Dauerkarte für die Bundesliga-Spiele in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena.
Bei so vielen Gemeinsamkeiten und Verknüpfungen fehlt nur noch ein Freundschaftsspiel zwischen beiden Clubs. Angst vor einer Klatsche müsste der TSV Ittlingen keine haben. Er ist ja gut gewappnet.
Lauf Sogar beim 10. Ottilienberglauf des TV Eppingen wurde gebolzt − und zwar Kondition: Etliche (ehemalige) Fußballer nutzten das Wettrennen und Wettwalken durch den Wald, um ihre Form zu testen. Vom VfB Eppingen bewies Sportkoordinator Martin Pretz Stehvermögen und beendete den Halbmarathon nach 2:03:58 Stunden auf einem beachtlichen 23. Platz. Michael Faber vom B-Ligisten FC Badenia Rohrbach lief bei den 10 Kilometern in die Top Ten und wurde mit 42:55 Minuten Sechster. Ebenfalls mit von der Partie auf dieser Strecke waren Markus Paa vom VfL Mühlbach, René Wittmer (ehemals FC Berwangen) und Schiedsrichter-Einteiler Karlheinz Ettner. Ein Stebbacher im Stebbacher Steinbruch − warum nicht.
Für Ettner war die Tour eine besondere Tortour. Am Samstagmorgen um 5.30 Uhr war er von der Nachtschicht heimgekommen, um dann um 15 Uhr beim "Otti" an den Start zu gehen., "Das war schon alles ein bisschen stressig. Und dann hat noch der Muskel zugemacht", sagt Ettner. Dennoch: Der pfiffige Schiedsrichter hatte einen langen Atem. Und hielt durch.
Pokalfinale Es bleibt dabei: Das Pokalfinale zwischen dem TSV Michelfeld und VfB Eppingen II steigt am 18. Mai. "Wir hätten das Spiel gerne verlegt, aber Michelfeld wollte nicht", sagt VfB-Vorsitzender Steffen Häffner. Was die Termingestaltung betrifft, wird der Verein nun zum Terminator. Er muss einen neuen Termin für das am 18. Mai geplante Landesliga-Nachholspiel der ersten Mannschaft gegen den FV Nußloch finden, das VfB-Duell zwischen dem VfB Bad Rappenau und dem VfB Eppingen II wurde bereits vom 19. Mai auf den 26. Mai verschoben. Eric Schmidt
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