Vorfreude pur
Hollenbach hat sich als Sieger des RBKJ-Cups für das Hallenmasters qualifiziert

Nicht immer sind aller guten Dinge drei. Zwei Neunmeterschießen gewannen die Kickers Würzburg beim Raiffeisen-Bank-Kocher-Jagst-Cup und erreichten damit das Finale des Fußball-A-Juoren-Turnieres in Mulfingen. Am Ende jubelte aber die A-Jugend des FSV Hollenbach. Der Seriensieger gewann auch am Sonntagabend. Im Neunmeterschießen. Mit 4:3 nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit von zwölf Minuten. Die Hollenbacher sicherten sich erneut die Teilnahme beim EBM-Papst Hallenmasters am 4. Januar in er Gerhard-Sturm-Halle. Die Hollenbacher haben damit die Ehre, das Turnier um 9 Uhr gegen Hannover 96 zu eröffnen. Der zweite regionale Teilnehmer wird am 28. Dezember beim Jako-Cup in Niederstetten ermittelt.
Der FV Lauda landete in Mulfingen auf Rang drei, der TSV Ilshofen wurde Vierter.
Tolle Stimmung
"Es war vergangenes Jahr schon geil beim Hallenmasters", deshalb haben wir uns auch so über den Turniersieg gefreut. Wir wollten unbedingt wieder dabei sein", sagte FSV-Spieler Michael Kleinschrodt. Er war der einzige Hollenbacher Schütze, der im Neunmeterschießen scheiterte. "Die Atmosphäre, die Fans sind beim Hallenmasters einfach super. Es macht Spaß, vor so vielen Leuten zu spielen. Dazu kommt die Spieler-Lounge, in der man sich massieren lassen kann. Ich freue mich brutal drauf", meinte Kleinschrodt.
Die Hollenbacher Anspannung im Finale war beinahe spürbar. Die Verkrampfung auch. Statt die Partie gegen die tapfer kämpfenden Würzburger ruhig runterzuspielen, wollte der FSV den Sieg erzwingen. Viel zu früh wurde der Abschluss gesucht. "Wir haben nicht mehr richtig Fußball gespielt", sagte Trainer Karl-Heinz Pfeiffer. "Ich denke, über den ganzen Tag gesehen, war unser Sieg hochverdient, auch wenn ein Neunmeterschießen immer etwas Glückssache ist. Aber auf uns lastet auch immer ein gewisser Druck. Wir müssen uns ja immer qualifizieren." Zumindest wird dies von den Hollenbachern erwartet. Dieses Jahr sind sie nach dem Aufstieg in die Oberliga zum ersten Mal praktisch als Zweitligist unter den ganzen A-Junioren-Bundesligisten dabei. Das steigert auch die Erwartungen. "Wir würden es schon gerne ins Viertelfinale schaffen", sagt Kleinschrodt.
Große Konkurrenz
Doch die Konkurrenz in der Gruppe ist groß. Hollenbach trifft auf den Vorjahreszweiten Hannover, auf den Hallenmasters-Rekordsieger Frankfurt, auf den FSV Mainz 05 sowie den Karlsruher SC und den FC St. Pauli. Von den sechs Teams pro Gruppe schaffen vier Mannschaften den Sprung ins Viertelfinale. Der Sieger des Jako-Cups in Niederstetten bekommt es in seiner Gruppe mit Vorjahressieger VfL Bochum, 1899 Hoffenheim, 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf und dem Regionalligisten Eintracht Braunschweig zu tut.
"Für uns ist es wichtig, dass wir dabei sind und einen anständigen Fußball spielen", sagt Pfeiffer. "Letztes Jahr waren die Spiele immer eng. Da ist jedes Spiel offen."
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