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Schlechte Sätze, gute Sätze

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Dezimierte Hausener verlieren zum Start der Regionalliga-Saison mit 1:3 gegen Durmersheim II

Von unserem Redakteur Florian Huber
Volle Attacke: Malte Stiel (rechts) und der TV Hausen überzeugten bei der 1:3-Niederlage gegen Durmersheim II in zwei von vier Sätzen.Foto: Andreas Veigel
Volle Attacke: Malte Stiel (rechts) und der TV Hausen überzeugten bei der 1:3-Niederlage gegen Durmersheim II in zwei von vier Sätzen.Foto: Andreas Veigel

Volleyball - Ein bisschen war es in den vergangenen Tagen bei den Volleyballern des TV Hausen wie im Abzählreim von den zehn kleinen Negerlein. Dabei gingen die Regionalligavolleyballer doch nur zu siebt in die Trainingswoche vor dem Saisonstart am Samstag gegen die TuS Durmersheim II, der mit 1:3-Sätzen verloren ging. "Vielleicht werde ich die Jungs in Watte packen", hatte Trainerin Ulrike Weeber am Mittwoch noch im Spaß angekündigt. Am Donnerstag erwischte Zuspieler Axel Kleinscheck eine heftige Erkältung. Da waren es nur noch sechs fitte Spieler.

Spontaner Trip Also musste sich Ulrike Weeber am Samstagmorgen ins Auto setzen und spontan nach Karlsruhe fahren. Dort suchte sie keine Wunderheilerin auf, sondern die Staffelleiterin. Ganz dringend. "Sonst wären wir heute vielleicht nur zu sechst gewesen", sagte sie am Samstagabend. Weeber beantragte eine Spielberechtigung für Libero Bernd Neuffer, der in dieser Saison gar nicht für Hausen spielen wollte. Neuffer studiert in Konstanz Wirtschaftswissenschaften. "Die ständige Pendelei ist mir da zu stressig", sagt er: "Aber in so einem Fall helfe ich natürlich gerne."

Am Samstag trugen dann doch acht Hausener das schwarze Spieltrikot. Der sichtlich erkältete Axel Kleinscheck stellte sich lobenswerter Weise in den Dienst der Mannschaft und quälte sich über weite Strecken durchs Spiel. Ansonsten nahm er kreidebleich auf der Ersatzbank Platz.

Zwei Sätze lang hatte der TV Hausen gegen ein Gegenüber mit vier ehemaligen Zweitligaspielern keine Chance. "Das war schon eine kleine Lehrstunde", sagte Malte Stiel. 14:25 und 16:25 hieß es nach gerade einmal 37 Minuten. "Da hat bei uns nichts gestimmt", sagte Ulrike Weeber. Der 1,80 Meter große Bernd Neuffer, eigentlich Libero, musste als Außenangreifer ran. "Das ist schon ein komisches Gefühl, wenn da lauter Hochhäuser neben dir stehen", sagte er: "In der Abwehr fühle ich mich deutlich wohler."

Positive Dinge Trotz der Niederlage zum Saisonstart: "Ich habe viele positive Dinge gesehen", sagte Weeber. Ihre Mannschaft kämpfte sich ins Spiel zurück, Umstellungen bei Aufschlag und Annahme brachten die badischen Kontrahenten aus dem Konzept. Satz drei ging mit 25:19 an den TV Hausen. Und in Durchgang vier waren die Zabergäuer vor rund 150 Zuschauern nahe dran am Satzausgleich. Nach dem 25:23 zum 3:1 jubelten allerdings die Gäste. "Viel hat nicht gefehlt", sagte Rückkehrer Malte Stiel bei seinem ersten Auftritt in Hausen.

Erst in drei Wochen steht das nächste Ligaspiel an. Ein Testmatch gegen Allianz Stuttgart ist geplant, Spielpraxis muss her. "Die Abläufe verinnerlichen", sagt die Trainerin, die die Gewissheit mit nach Hausen nahm: "Mit Fabian Buck (Auslandssemester Madrid) und Heiko Figgemeier (Sprunggelenksverletzung) hätten wir das Spiel heute sicherlich gewonnen."

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