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Der Ottilienberglauf ist ein Renner

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Leichtathletik - Beim 11. Otti in Eppingen sind knapp 500 Teilnehmer am Start. Für den Lehrer des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums Holger Freudenberger gab es einen Triumph zu feiern.

Von Nicole Theuer

Die Nummer 254 ist am Ende die Nummer 1. Holger Freudenberger gewinnt die 10 Kilometer des 11. Ottilienberglaufs in Eppingen.Fotos: Alexander Bertok
Die Nummer 254 ist am Ende die Nummer 1. Holger Freudenberger gewinnt die 10 Kilometer des 11. Ottilienberglaufs in Eppingen.Fotos: Alexander Bertok

Leichtathletik - Am Ende war Holger Freudenberger nur noch erleichtert. "Es war viel zu heiß, und ich bin nicht besonders fit", sagte der Lehrer des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums nach seinem Sieg beim 11. Ottilienberglauf am Samstag und ergänzte: "Ich habe wenig trainiert und war einfach froh, dass es nach hinten raus gelangt hat. Mir kam zugute, dass der nächste Läufer nicht so dicht aufgelaufen war."

Im Gegensatz zum Zweitplatzierten des Zehn-Kilometer-Laufes, Sven Gerst vom Lauftreff des TV Bretten, ist Freudenberger Stammgast beim Otti des TV Eppingen. Und Seriensieger. Vor fünf, sechs und sieben Jahren siegte Freudenberger, der zweimal für den TV Bad Rappenau und einmal für die TSG Heilbronn an den Start gegangen war, beim Zehn-Kilometer-Lauf. Damals war die Laufzeit drei bzw. vier Minuten besser als am Samstagmittag. Freudenberger brauchte etwas mehr als 38 Minuten (38:21) und war damit fast zwei Minuten schneller als Gerst.

Regeneration

Vor vier Jahren siegte Freudenberger, damals für das Hartmanni-Gymnasium startend, beim Fünf-Kilometer-Lauf; vor drei Jahren triumphierte er in den Farben des TSG Heilbronn beim letzten 20-Kilometer-Lauf. Während sich Freudenberger nahe der Verpflegungsstation regenerierte, hatte sich Sven Gerst in den Schatten verzogen. "Die Strecke hat ihre eigene Charakteristik, es ist eine richtige Wettkampfstrecke. Die ist mit keiner anderen vergleichbar. Die Zeit, die ich heute erzielt habe, kann ich mit keinem anderen Lauf vergleichen."

Gerst sprach von einer schönen, aber schwierigen Strecke. "Die Strecke hat drei Anstiege, die sich in der Länge steigern. Manchmal beginnen die Anstiege in einer Kurve, so dass man nicht sieht, was dahinter kommt." Das mache es schwer, die Kräfte zu dosieren.

Gemeinsam mit Gerst wartete der junge Nico auf die Ankunft der Halbmarathonläufer. "Ich bin die 800 Meter gelaufen", erzählte der Schüler. "Jetzt warte ich auf meine Eltern." Fünfter oder Sechster wurde er nach eigener Aussage, die Medaille baumelte um seinen Hals. "Das ist meine elfte Medaille, die hänge ich zu Hause in meinem Zimmer zu den anderen." Die Läufe für die Kinder in den verschiedenen Altersklassen hatten es auch Sven Gerst angetan. "Da wir im Lauftreff auch Kinder dabei haben, ist das hier die ideale Veranstaltung. Die Läufe für die Kinder und Jugendlichen machen den Lauf für die ganze Familie interessant, und für die Kinder ist es attraktiv, dass sie Preise gewinnen können."

Run

Insgesamt waren mehr als 460 Läufer und Walker in Eppingen am Start. Nicht nur Nico war am Ende stolz, auch die Schüler der Selma-Rosenfeld-Realschule trugen die Trophäen glücklich um den Hals. 24 Schüler hatte Christine Müller-Kaltenbach dabei − und damit die größte Schulmannschaft. "Im vergangenen Jahr sind die Schüler, die damals die sechste Klasse besucht haben, auf mich zugekommen und haben gefragt, ob wir mitlaufen. Im Unterricht haben wir trainiert, um unser Ziel, gemeinsam das Ziel zu erreichen, zu verwirklichen."

Das Ziel wurde erreicht, die Schüler hatten Lunte gerochen. "Obwohl die Klasse geteilt worden ist, sind die Schüler wieder auf mich zugekommen. Da wir im Sportunterricht nicht mehr gemeinsam trainieren konnten, habe ich den Schülern Trainingspläne gegeben, und sie haben sich selbstständig vorbereitet." Das Engagement der Jugendlichen wurde nicht nur mit einem Pokal und einem Erinnerungsfoto belohnt. In diesem Jahr gab es erstmals Geldprämien. Aber dies sei nicht die Motivation gewesen. "Die Motivation war, etwas gemeinsam zu machen", so Müller-Kaltenbach.

Nachfassen: Wasser ist wichtig in einem heißen Rennen.
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Und auf geht’s. Auch dieses Mädchen hat beim Otti Spaß.
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Hauptsache im Ziel: Ein Finisher-Hemd des TV Eppingen.
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Ist bei den 10 Kilometern der Frauen ganz vorn: Gaby Hellerich aus Heinriet.
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