Ein Handball-Krimi mit Happyend
TSV Weinsberg erwischt mit einem 29:28 gegen den SV Möhringen guten Saisoneinstieg

Die Frage, wie stark der Aufsteiger wohl sein würde, war schon beim Warmmachen ersichtlich. TSV-Trainer Axel Mayer sah in der Weibertreuhalle eine körperlich sehr starke Möhringer Truppe, darunter Goran Stanisic oder den Zwei-Meter-Mann Razvan Bota. Für die Weinsberger Spieler, die teilweise auch überdurchschnittlich groß sind, gestaltete sich das Vorhaben, diese "Brocken" in den Griff zu bekommenn in vielen Situationen als nicht lösbar.
Zunächst machte es Neuzugang Edin Hadzimuhamedovic so, wie es der Trainer eingefordert hatte: Er erzielte die einfachen Tore, sieben der ersten neun TSV-Treffer gingen auf sein Konto. 6:3 führten die Weinsberger nach acht Minuten und es hätte durchaus höher stehen können, denn einige klare Chancen ließen die Gastgeber aus. Möhringen dagegen holte Tor um Tor auf. Als die Gäste sogar mit 9:8 in Führung gingen, nahm Mayer eine Auszeit, um seine Spieler neu einzustellen. Mit 12:12 ging es in die Pause.
Der eigentliche Nervenkitzel begann in der zweiten Hälfte. Keine Mannschaft war in der Lage, sich mit mehr als einem Tor abzusetzen. Die Führung wechselte mehrfach, wobei sich durch die Zwei-Minuten-Strafen keine Seite einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte.
Nur schwer in den Griff zu bekommen war zu diesem Zeitpunkt Simon Geist als Spielgestalter und Torschütze auf Möhringer Seite. Erfreulich auf Weinsberger Seite war, dass sich mehrere Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten, denn eine Mitte der zweiten Halbzeit erlittene Verletzung behinderte Hadzimuhamedovic beim Wurf stark.
Wichtige Tore gelangen Andi Mayer und dann auch Jerome Schmelcher, der zuvor unglücklich verworfen hatte. 26:26 war der Stand acht Minuten vor Spielende, jede Führung der Weinsberger glichen die Gäste durch Strafwürfe aus, weil die großen und gewichtigen Möhringer Kreisläufer nur durch regelwidriges Eingreifen der TSV-Abwehr zu stoppen waren.
Nach einer Auszeit Weinsbergs in der 59. Minute gelang Bernd Bordon durch einen Tempogegenstoß der entscheidende Treffer für die Gastgeber. Razvan Bota jedenfalls traf bei seinem letzten Freiwurfversuch in den letzten Sekunden nicht mehr. So hatte sich der Einsatz der Weinsberger Spieler letztlich gelohnt. (sp)
TSV Weinsberg: Matthias Friebe, Artur Czech - Lars Vollert, Holger Bantel (2), Mirko Albrecht, Edin Hadzimuhamedovic (14/5), Stefan Martin, Jerome Schmelcher (3), Michael Kaupert (1), Joachim Beyl, Mathias Bogusch (2), Bernd Bordon (1), Tim Landenberger (2), Andi Mayer (3).
Siebenmeter: Weinsberg 5 - Möhringen 5.
Strafzeiten: Weinsberg 5 - Möhringen 5.
Schiedsrichter: Albonesius/Krasnici (Bezirk Enz/Murr).
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