Daheim ist es eben am Schönsten

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Handball - Fünfter Sieg im fünften Heimspiel: TSB Horkheim in der Stauwehrhalle nicht zu schlagen. Bester Horkheimer Schütze war Kreisläufer Felix Günthner mit sechs Treffern.

Von unserem Redakteur Stephan Sonntag

Zwei gegen einen hieß es beim Brüderduell: Neuhausens Wolfgang Kroll (Mitte) gegen die TSB-Spieler Philipp (links) und Roland Kroll.Foto: Andreas Veigel
Zwei gegen einen hieß es beim Brüderduell: Neuhausens Wolfgang Kroll (Mitte) gegen die TSB-Spieler Philipp (links) und Roland Kroll.Foto: Andreas Veigel

Handball - Ein Raunen ging durch das Foyer der Stauwerhalle, als Gästetrainer Florian Beck sein Fazit zog: "Das war eine unglaublich starke Leistung des TSB", "Horkheim hat eine sensationelle Abwehr gespielt", "der TSB wird auf dem Weg nach oben nicht mehr viel anbrennen lassen". Ein Superlativ jagte den nächsten. Nüchtern dagegen das Resumee von TSB-Trainer Volker Blumenschein: "Das war ein gutes Spiel, aber nicht überragend."

Heimstärke

Mit 33:23 (15:10) feierte der TSB vor 450 Zuschauern den fünften Sieg im fünften Heimspiel. Der TSV Neuhausen/Filder war chancenlos. Spätestens in der 39. Minute war die Partie beim Stand von 23:13 entschieden. Das lag zum einen an der soliden Horkheimer Abwehrleistung, zum anderen aber auch am harmlosen Angriff der Gastmannschaft. "Gegen ein Topteam der Liga hätte es mit der heutigen Leistung nicht gereicht", stellte Blumenschein klar.

Andererseits springt ein gutes Pferd nur so hoch wie es muss. Den Trainer ärgerte aber, dass sich sein Team ab der 45. Minute eine Auszeit gönnte: "Wir hatten uns vorgenommen, 60 Minuten Gas zu geben. Plötzlich haben wir Stand-Handball gespielt, nur noch über Einzelaktionen den Abschluss gesucht." Blumenschein nahm eine Auszeit, wechselte die stärksten Spieler wieder ein. Die stellten den Zehn-Tore-Vorsprung wieder her. "Zwischendurch war mal der Schlendrian drin. Am Ende war es ein hochverdienter Arbeitssieg", sagte Roland Kroll.

Das Krollsche Drei-Brüder-Treffen endete also mit einem klaren Erfolg für das TSB-Duo. "Zwei gegen Einen war ja von vornherein schon unfair. Gegen die beste Abwehr der Liga hatten wir mit unserer Auswärts-Seuche keine Chance", sagte Neuhausens Wolfgang Kroll. Wie der TSB ist der TSV auswärts noch sieglos. In Sachen Torerfolgen lag Philipp Kroll mit vier Toren an der Familienspitze, Wolfgang traf drei Mal (einmal im direkten Duell mit Philipp), Roland blieb ohne Treffer.

Sympathie

Mama Bärbel Kroll, selbst ehemalige Handballerin, hatte sich fünf Treffer von jedem Sohn gewünscht. Ihre Sympathien waren aber klar verteilt: "Ich bin immer für die Heimelf. Heute für Horkheim, im Rückspiel dann für Neuhausen." Neben den Eltern waren auch noch Onkel, Tanten und Cousins da. "Das ist doch toll, dass der Sport verbindet. Wir gehen alle noch gemeinsam essen. Sonst hätten wir uns alle erst an Weihnachten wieder gesehen", freute sich Roland Kroll.

TSB: Honisch, Eipperle (beide Tor) - Weckerle (3), A. Prasolov, Günthner (6), Maurer (1), Knoll (5), Kroll (4), Fähnle (2), Schumacher (5), E. Prasolov (1), Seitner (3), R. Kroll, König (3).

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