Bürger wollen Führungspersönlichkeit

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Beilstein - Der Wahlkampf nimmt an Fahrt auf. Die bisherigen vier Kandidaten, also Kämmerer Patrick Holl (29), Musiklehrer Karl Egon Schmid (55), Hauptamtsleiter Markus Motschenbacher (30) und Forstrevierleiter Jürgen Weis (47), sind auf Tour durch Beilstein und seine Weiler.

Von Joachim Kinzinger
Wer zieht nach der Wahl am 6. November ins Rathaus ein?Foto: Archiv/Kinzinger
Wer zieht nach der Wahl am 6. November ins Rathaus ein?Foto: Archiv/Kinzinger

Beilstein - Der Wahlkampf nimmt an Fahrt auf. Die bisherigen vier Kandidaten, also Kämmerer Patrick Holl (29), Musiklehrer Karl Egon Schmid (55), Hauptamtsleiter Markus Motschenbacher (30) und Forstrevierleiter Jürgen Weis (47), sind auf Tour durch Beilstein und seine Weiler. Stehen noch weitere Aspiranten in den Startlöchern? Die Bewerbungsfrist endet am Dienstag, 11. Oktober, um 18 Uhr. Wahltag in der 6100-Einwohner-Stadt ist am Sonntag, 6. November.

Den "besten Bürgermeister in Baden-Württemberg" sucht eine offene Gruppe auf der Plattform Facebook im Internet für die Langhansstadt. Gründerin Martina Roden sagt: "Facebook ist ein großes Medium." Gerade unter jungen Leuten. Die Industriekauffrau will, dass der Wahlkampf nicht so dahinplätschert, die Bürger aufmerksam werden. Und die Kandidaten klar sagen, was Sache ist.

"Es sind aktuell mehr als 170 Mitglieder", sagt die Beilsteinerin zur Gruppe, die rege über Themen in der Bottwartalstadt und den Nachfolger von Stadtchef Günter Henzler diskutiert, dessen Amtszeit im Januar 2012 endet. In ihrem "Bürgerprospekt" zur Wahl formulieren jetzt Martina Roden, Bernhard Klenk, Sebastian Kübler, Daniela und Joachim Hoffmann, Yuliya Kosenko und Fabian Goldfuß (alle Beilstein) ihren konkreten Katalog für das Anforderungsprofil.

Kernsatz

"Eine Person, die Verantwortung übernimmt, mit Führungsstärke, eine Person, die für Entscheidungen auch den Kopf hinhält, die sich nicht verbiegen lässt", heißt der Kernsatz. Kurzum eine Führungspersönlichkeit, die gestaltet, effizient mit dem Gemeinderat arbeitet. "Wir stellen hohe Anforderungen", bemerkt Martina Roden. Schließlich gehe es um eine weiterhin gute Zukunft.

Die Unterzeichner des "Bürgerprospekts" wünschen sich von den Bewerbern eine Vision, "die mutig ist, kreativ und vor allem langfristig angelegt ist". Der Stadtchef müsse eine unternehmerisch denkende Persönlichkeit sein. Was die Gruppierung nicht will, sind "Plattitüden", Versprechen, die sich nicht erfüllen lassen oder vage Zusicherungen. Was bedeuten Begriffe wie dynamisch, kompetent, unabhängig? Wie sind Aussagen zu Weitsicht und Nachhaltigkeit überprüfbar? Sie tauchen in den Mitteilungen und Anzeigen der Bewerber immer wieder auf. Alle sollten ihre Ziele benennen, mit konkreten und überprüfbaren Aussagen und einem Programm.

Umfeld

Die Gruppe hat den "Bürgerprospekt" an die Kandidaten geschickt: Bei der offiziellen Bewerbervorstellung der Stadt am Mittwoch, 19. Oktober, sollen sie konkret werden. Der neue Bürgermeister solle ein Umfeld schaffen, um Touristen und Gäste in die Stadt zu bringen, den Einzelhandel beleben, neue Betriebe ansiedeln und die Familienfreundlichkeit ausbauen.

 
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