Bei Hitze fließen leichte Weine

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Kein Ansturm aufs Kelterfest − Fusion bringt neue Möglichkeiten

Von Ute Knödler
Michael Lutz, Franziska Frank, Fabian Schnabel und Alexander Steiner (von links) genießen die Atmosphäre in der Schozachtalgemeinde. Foto: Ute Knödler
Michael Lutz, Franziska Frank, Fabian Schnabel und Alexander Steiner (von links) genießen die Atmosphäre in der Schozachtalgemeinde. Foto: Ute Knödler

Ilsfeld - Gute Stimmung bei Wein, Musik und Kabarett − das ist das traditionelle Kelterfest der Weingärtner Ilsfeld. Erst spät machten sich jedoch die zahlreichen Besucher am Samstagabend auf den Weg zur Kelter. Der ganz große Ansturm, wie in den letzten Jahren, blieb allerdings aus. WM-Spiele? Hitze?

"Wir sind zufrieden", sagte Vorsitzender Gerhard Habermaaß. Die Stammkunden würden sich weder von hohen Temperaturen, noch von Regen abschrecken lassen. Schon seit Jahren kooperieren die Weingärtner mit den Landfrauen der Schozachtalgemeinde, dem Landwirtschaftlichen Ortsverein und dem Kneippaurant Hasenrupfer, die miteinander ein vielseitiges Angebot an Speisen servierten.

Treff Für die gute Musik sorgten die Magic-Music-Band, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ilsfeld und der Liedermacher Mike Janipka. "Das Fest hat eine gemütliche Atmosphäre", meinte Alexander Steiner. Man treffe sich hier gerne mit Freunden, sagten er und Fabian Schnabel, die sich mit Michael Lutz und Franziska Frank am Weinprobierstand zusammenfanden. Die vier Ilsfelder freuten sich über das Weinfest am Ort. "Da kann man zu Fuß hingehen", war für sie ganz klar ein Vorteil.

Am Probierstand entschieden sich die Gäste für die kühleren Weine. "Die leichten Weiß- und Roséweine gehen gut", berichtete Albrecht Graner vom Ausschank. Obwohl auch die Rotweine im Temperierschrank bei rund zehn Grad lagerten, fragte sich Graner: "Wer will bei der Hitze schon einen schweren Rotwein trinken?"

Durch die aktuelle Fusion der Weingärtner mit der Felsengartenkellerei Besigheim wurden erstmals auch Weine aus deren Angebot ausgeschenkt. "Wir haben einen Chardonnay und einen Grauburgunder, die wir seither nicht anbieten konnten", erklärte der Habermaaß.

Wem die Hitze im Freien doch zu groß war, konnte sich bei angenehmeren Temperaturen zum Feiern dort aufhalten, wo die Weine gelagert werden. Besonders Sonntagmittag machten die Gäste davon Gebrauch. "Hier lässt es sich aushalten", war zu hören.

Ideen Für eine gute Stimmung sorgten bereits am Freitagabend Die drei vom Dohlengässle. "Die Damen legten sich voll ins Zeug und durchleuchteten die schwäbische Seele", war Habermaaß mit der gut besuchten Auftaktveranstaltung sehr zufrieden. Das dreitägige Fest im Juli sei durch die Fusion keinesfalls gefährdet. "Das Fest bleibt", betonte der WG-Vorsitzende. Weil in Ilsfeld das bisherige Personal erhalten bleibt, der Verwaltungsaufwand aber wegfalle, soll die Konzentration auf der Vermarktung des Rebensaftes liegen. Weitere Kundenveranstaltung schließe er nicht aus. "Ideen haben wir genug. Doch seither hat dafür die Zeit gefehlt", so der Vorsitzende.

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