An der Schozach gehen die Arbeiten flott voran

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Bis Jahresende soll Erhöhung der Ufermauer abgeschlossen sein - Verhaltenes Interesse an Gemeinde-Bauplätzen im Gebiet „Jungen“

Von Anja Krezer
Die Erschließung des großen Neubaugebiets „Jungen“ hat sich verzögert. Ende Oktober soll aber alles fertig sein.Fotos: Anja Krezer
Die Erschließung des großen Neubaugebiets „Jungen“ hat sich verzögert. Ende Oktober soll aber alles fertig sein.Fotos: Anja Krezer

Wengert „Sehr zufrieden“ mit der Qualität und dem Ertrag bei der Lese 2007 ist der Talheimer Wengerter Otto Hipp bisher. Seine Trauben liefert er bei der WG Flein-Talheim ab. Weil an diesem Tag die Fleiner dran sind, hat er Zeit, mit den Abräumarbeiten eines Wengertes im Bettelacker zu beginnen. Auf eine Rolle zieht er den Draht aus den abgeernteten Schwarzriesling-Rebstöcken. Seit 28 Jahre stecken sie im Boden. Die Eltern des 37-Jährigen hatten sie gepflanzt. Für die moderne Bewirtschaftung ist die Gassenbreite zu schmal. Wenn die Drähte entfernt sind, werden die Stöcke abgeschnitten und schließlich mit dem Traktor herausgezogen. „Im Winter kommt der Bagger zum Rigolen.“ Im April ist dann Pflanzzeit. Samtrot-Rebstöcke dieses Mal. „Die bleiben drin, bis ich in Rente bin“, sagt Hipp und lacht. „Die rodet mal mein Sohn.“ Der ist jetzt sechs Jahre alt.

Baugebiet Erdhügel türmen sich auf dem Gelände, Randsteine warten geschichtet darauf, gesetzt zu werden, Baumaschinen fahren und rollen hin und her. Sie machen ordentlich Krach. Etliche Wochen länger als geplant ziehen sich die Erschließungsarbeiten im 5,8 Hektar großen Neubaugebiet „Jungen“ hin. „Zum einen gab es witterungsbedingte Verzögerungen“, sagt Bürgermeister Rainer Gräßle. Auch bei den Versorgungsträgern sei nicht alles so flott gegangen wie erhofft. „Aber Anfang November können die Bauherren loslegen.“ Von 83 Plätzen gehören 31 der Gemeinde, die sie voll erschlossen je nach Lage für 325 bis 345 Euro pro Quadratmeter an den Mann oder die Frau bringen will. Gerade mal zwei sind bis dato notariell beurkundet. Gräßle formuliert es so: „Es wäre wünschenswert, wenn das Interesse größer wäre.“ Er glaubt, dass die Nachfrage steigt, wenn die Erschließung beendet ist und man das Gebiet begehen kann.

Hänfe Ismir Ramaj von der Würzburger Firma Fleischhacker liest größere Steine auf und wirft sie in den Schubkarren. Danach kann der Rasen um das neue Spielfeld in der „Hänfe“ eingesät werden. Auf dem Platz selbst sprießt es schon kräftig - dem Wetter der vergangenen Wochen sei’s gedankt. Bespielbar ist er aber voraussichtlich erst im Frühsommer 2008. Hart umkämpft und viel diskutiert war dieses zweite Rasenspielfeld in der Vergangenheit gewesen. Bürgermeister Gräßle ist überzeugt: „Es war richtig, den Platz dort unten zu bauen.“ 877 000 Euro koste das Projekt. 75 000 Euro schießt der Württembergische Landessportbund dem TSV Talheim zu, der als Bauherr auftritt.

Herbst Erika, Herbstastern in allen Farben, Oktoberle, Zierkohl, Silberblatt, rote, gelbe, grüne oder gesprenkelte Kürbisse: Bei Blumen Springer stehen die Zeichen auf Herbst. Zwar seien die Kunden noch zurückhaltend, was Bettina Springer auf das schöne Wetter bis Mitte der Woche zurückführt und auf die Tatsache, dass viele Leute noch mit der Lese beschäftigt sind. Sie sagt aber: „Jetzt ist die ideale Pflanzzeit.“

Ufermauer Viel früher als geplant, noch in diesem Jahr, werden die Arbeiten für die Ufermauererhöhung an der Schozach fertig, sagt Bürgermeister Gräßle. Die Firma Stark aus Aalen war fix. „Einige Tonnen Muschelkalksteine“ haben die Mitarbeiter bisher verbaut und die Ufermauer zwischen 20 und 70 Zentimeter erhöht, sagt Polier Harald Schäfer. An diesem Morgen bringen er und seine Kollegen an einem Abschnitt entlang der Sonnenstraße Füllbeton hinter dem Mauerwerk ein, um die Mauer zu stabilisieren. Nächste Woche, so Gräßle, kommen die rund 20 roten Pflanzbehälter, die ins Mauerwerk eingebaut werden.

Die Arbeiten an den Ufermauern werden wohl früher fertig als geplant.
Die Arbeiten an den Ufermauern werden wohl früher fertig als geplant.
Otto Hipp zieht Drähte aus dem Wengert im Bettelacker.
Otto Hipp zieht Drähte aus dem Wengert im Bettelacker.
Auf dem Platz sprießt das Grün, drumherum muss noch eingesät werden.
Auf dem Platz sprießt das Grün, drumherum muss noch eingesät werden.
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