Pfarrstelle ist endlich wieder besetzt
Seelsorger Hans-Peter Müller kommt voraussichtlich im Frühjahr nach Ilsfeld-Auenstein. Im Interview verrät der 40-jährige Pfarrer mehr über seine Intentionen und Pläne für die Zukunft.

Die evangelische Kirchengemeinde Auenstein bekommt einen neuen Pfarrer. In der vergangenen Woche hat der Kirchengemeinderat Hans-Peter Müller aus Vaihingen/Enz-Aurich gewählt. Der Vorsitzende Reiner Knödler hat die Neuigkeit gestern im Gottesdienst verkündet. Unsere Mitarbeiterin Ute Knödler hat mit dem 40-jährigen Pfarrer gesprochen.
Wer wird mit Ihnen ins frisch renovierte Pfarrhaus im größten Ilsfelder Teilort einziehen?
Hans-Peter Müller: Zu meiner Familie gehören meine Frau Esther Müller und unsere bald zweijährige Tochter Magdalena. Meine Frau ist Lehrerin für Geschichte und Französisch am Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim.
Die Pfarrstelle wurde von 100 Prozent auf 75 gekürzt. Das hat die Besetzung bisher wohl auch schwierig gemacht. Warum haben Sie sich bewusst auf diese Stelle beworben?
Müller: Die 75-Prozent-Stelle bringt eine Schwerpunktsetzung bei den klassischen Grundaufgaben eines Gemeindepfarrers mit sich. Genau diese Aufgaben sind mir wichtig. Ich feiere gerne auf vielfältige Weise Gottesdienste. Ich freue mich, wenn musikalische Gruppen oder auch Kinder und Jugendliche den Gottesdienst mitgestalten. In Auenstein, glaube ich, gibt es viele Möglichkeiten. Außerdem möchte ich Menschen in verschiedenen Situationen ihres Lebens, in Freude und Leid, begleiten. Auch Religions- und Konfirmandenunterricht liegen mir am Herzen. Eine 75-Prozent-Stelle ermöglicht mir, mehr Zeit für meine Familie zu haben. Der Auensteiner Kirchengemeinderat hat ein gutes Konzept zur Umsetzung der 75 Prozent erarbeitet. Dazu gehören verschiedene Formen der Entlastung. So wird es im Schnitt nicht nur einen, sondern zwei Sonntage im Monat geben, an denen ich entweder frei habe oder im Rahmen eines Kanzeltausches in einer anderen Kirchengemeinde Gottesdienst feiere.
Welche Erfahrungen bringen Sie mit?
Müller: Ich habe eine große Liebe zur Musik. Ich freue mich immer, wenn es Möglichkeiten gibt, mit anderen Menschen zu singen und zu musizieren. Manchmal setze ich mich selbst gerne ans Klavier. Die Gitarre ist im Schulunterricht immer mit dabei. Vor zwei Jahren wurde meine jetzige Pfarrstelle auf 75 Prozent gekürzt. Seither bin ich mit 25-Prozent als Seelsorger im Krankenhaus tätig. Diese Erfahrung ist für die Gemeindearbeit hilfreich.
Welche Schwerpunkte setzen Sie?
Müller: Es ist mir wichtig, die Menschen sowie Gruppen und Kreise in der Gemeinde kennenzulernen, die ehrenamtlichen Mitarbeiter in ihren Arbeitsbereichen zu begleiten. Zunächst möchte ich hören und sehen und die bestehende Vielfalt in der Kirchengemeinde wertschätzen.
Seit Oktober 2012 ist die Pfarrstelle vakant. Wann treten Sie Ihren Dienst an?
Müller: Voraussichtlich werde ich meinen Dienst in der zweiten Aprilhälfte beginnen.
Stimme.de