Ausdauernd der Springpflanze zu Leibe gerückt

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Freizeitgruppe des Sportvereins arbeitet gemeinsam mit Flüchtlingen für das Gemeinwohl

Von Evie Sturm
Eine muntere Truppe war am Wochenende im Wald anzutreffen, um der indischen Springpflanze den Garaus zu machen. Foto: Evie Sturm
Eine muntere Truppe war am Wochenende im Wald anzutreffen, um der indischen Springpflanze den Garaus zu machen. Foto: Evie Sturm

Gemeinsam mit Flüchtlingen stand am Wochenende für Mitglieder der Freizeitsportgruppe beim Ilsfelder Sportclub eine Umweltaktion auf dem Programm. Erklärtes Ziel war es, der indischen Springpflanze im Wald zwischen Ilsfeld und Pfahlhof den Kampf anzusagen. Diese breitet sich sehr schnell aus und überwuchert die heimische Vegetation.

Mühevolle Arbeit Zehn Mitglieder der Sportgruppe und ebenso viele vorwiegend syrisch-stämmige Flüchtlinge, rissen gemeinsam in mehrstündiger Arbeit ausdauernd Pflanze um Pflanze samt Wurzeln aus dem Boden. Übungsleiter Klaus Mezger weiß, dass damit "kein Maximum an Effektivität" verbunden ist, doch dies sei immer noch besser, als nichts dagegen zu unternehmen. Nach dem Motto: "Man weiß nicht, ob es besser wird, wenn man was tut. Aber man muss was tun, wenn es besser werden soll." In seinen Augen macht so eine jährliche Umweltaktion Sinn, da Natur und Mensch davon profitieren würden.

Vergangenes Jahr hatte eine ähnliche Aktion mit Flüchtlingen stattgefunden, bei welcher Müll im Wald eingesammelt worden war. Solche Maßnahmen seien nicht nur integrationsfördernd sondern aus Sicht der Geflüchteten auch ein Zeichen der Dankbarkeit an die Gemeinde für erhaltene Unterstützungen.

Soziales Engagement sei ein wichtiges Anliegen der Sportgruppe, die zumeist aus ehemals aktiven Mitgliedern des Sportclubs besteht und neben Rückengymnastik auch mehrtägige Wanderungen und Radtouren anbietet. Engagiert und mit viel Eifer rückte Groß und Klein dem Unkraut zu Leibe. Die Leiterin des Forstreviers Ilsfeld, Maike Muth, führte an anderer Stelle im Wald eine zweite Gruppe an. Der Ilsfelder Imad Selo, ein Syrer, der schon lange in Deutschland lebt, stellte den Kontakt her. Er sieht sich als Brückenbauer zwischen den Kulturen und engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Gemeinsam mit seinem fünfjährigen Sohn Alan packte er mit an.

Abschließende Mahlzeit Zum Abschluss war noch ein gemeinsames Mittagessen geplant, so Klaus Mezger. Die muslimischen Flüchtlinge nähmen dieses zwar mit nach Hause, um es, ihrer religiösen Vorschrift entsprechend, während des Ramadan erst nach Einbruch der Dunkelheit zu verzehren. Doch das mindere die Gemeinschaft nicht.

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