Grillwurst, Apfelpunsch und Glühwein am Feuer
Die hellen Flammen lodern meterhoch in die dunkle Nacht. Es raucht, knistert und zischt, als die Fleiner CVJM-Helfer Christbaum für Christbaum heranschleppen und in das imposante Feuer werfen.

Die hellen Flammen lodern meterhoch in die dunkle Nacht. Es raucht, knistert und zischt, als die Fleiner CVJM-Helfer Christbaum für Christbaum heranschleppen und in das imposante Feuer werfen. Zehn Schlepperladungen voller Tannenbäume haben die ehrenamtlichen Helfer eine Woche zuvor in ganz Flein eingesammelt. Acht Ladungen sind auf dem örtlichen Häckselplatz gelandet. Der Rest, geschätzte gut 100 vertrocknete Bäume, liegen für das große Christbaumfeuer des CVJM bereit.
Nässe
Alexander Vogel, der bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, hat das Anfeuern vorbereitet. Trotz der Dauernässe ist das Anzünden kein Problem. "Wenn ein Christbaum trocken ist, braucht es nur ein Stück Papier und ein Feuerzeug. Dann geht alles sofort in Flammen auf."
Die Christbaumverbrennung hat seit mehr als zehn Jahren ihren festen Platz im Kalender des CVJM Flein. Ursprünglich waren nur die Helfer der Christbaumsammelaktion eingeladen. Sozusagen als Dankeschön für ihre ehrenamtliche Hilfe. Mittlerweile hat sich das große Feuer mit anschließendem Grillen zu einem öffentlichen Ereignis entwickelt. An die hundert Leute wandern trotz leichtem Nieselregen vom evangelischen Gemeindehaus gut 40 Minuten bis zur Feuerstelle.
Organisatoren
"Ich kenne das nicht anders. Als Jungscharkind war ich hier schon dabei. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich jetzt mithelfe", erzählt Hagen Winkler, einer der fünf Organisatoren der Fleiner Aktion. Zusammen mit Jochen und Carin Weinstock, Alexander Vogel und Jörg Reinwald hat er seit dem frühen Mittag den idyllisch gelegenen Platz auf einem Hügel zwischen den Weinbergen unweit des Fleiner Sees hergerichtet. Vor dem CVJM-Bauwagen steht ein kleines Zeltdach, darunter werden Streuobst- Apfelsaftpunsch mit Zimt, Glühwein, Grillwürste und Brot verteilt. "Wir stellen uns hier als CVJM vor, machen uns auch ein bisschen bekannter. Denn hier kommen viele Fleiner, die man sonst übers Jahr nicht so oft bei uns sieht", so Carin Weinstock.
Trotz Nieselregen, Schlamm und nassen Schuhen wird es keinem kalt am riesigen Feuer. Eine Dreiviertel Stunde dauert es, bis die sechs bis sieben Meter hohen Flammen soweit heruntergebrannt sind, dass ein Grillfeuer möglich ist. "Es ist Wahnsinn, was so ein alter Christbaum an Wärme abgibt", meint Jörg Reinwald. Stammgast Michael Scheer, der Kommandant der Fleiner Freiwilligen Feuerwehr, beobachtet Feuer und Funkenflug wie jedes Jahr mit Argusaugen. Er kann jederzeit reagieren, sollte etwas gefährlich werden.
Obolus
Für die Helfer, die die Christbäume eingesammelt haben, gibt es übrigens die Grillwurst und den heißen Punsch umsonst. Die anderen Gäste geben einen kleinen Obolus, der zusammen mit dem Erlös aus der Christbaumsammelaktion zu einem Viertel der CVJM-Jugendarbeit zukommt und zu drei Vierteln in ein internationales christliches Projekt fließt.
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