Beim Tribünenaufbau ist alles im Lot

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Tausende von Gästen werden zum Weinbergfest erwartet - Bisher 650 Lkw-Ladungen für Busbahnhof

Von Joachim Kinzinger
Alles im Lot: Bauhofmitarbeiter stellen das Untergerüst für die Bühne beim Beilsteiner Weinbergfest auf.Fotos: Joachim Kinzinger
Alles im Lot: Bauhofmitarbeiter stellen das Untergerüst für die Bühne beim Beilsteiner Weinbergfest auf.Fotos: Joachim Kinzinger

Weinbergfest Der Weingipfel ruft zwischen Weinbergen und Burg Hohenbeilstein. Seit Freitag wölbt sich der weiße Magic-Sky-Schirm mit 24 Metern Durchmesser über dem Gelände beim 34. Weinbergfest. Wie immer hüllt sich Festorganisator Hermann Harst in Schweigen, wenn es um die Wandernde Weinprobe an diesem Samstag um 14 Uhr geht. „Ich habe sie schon rausgesucht“, erklärt der Hauptamtsleiter Mitte der Woche zur Weinauswahl. Was sagt er noch? Zwei Weiße, zwei Rote, kein Cuvée, also sortenreine Weine, die Betriebe angemessen berücksichtigen. Es gab schon Jahre, da hat Harst den Weinzähnen zwei Riesling oder zwei Lemberger aufgetischt. Vielleicht kredenzt er einen Exoten wie Zweigelt - wer weiß.

Tribünenaufbau Die Wasserwaage ist das wichtigste Werkzeug, da das Gefälle auf dem Festgelände sehr unterschiedlich ist. Bauhofmitarbeiter bauen in der Wochenmitte die Tribüne für das Weinbergfest auf. „Der Fuß passt“, ruft ein Arbeiter. Dann wird mit der Wasserwaage gemessen, ob alles im Lot ist. Was macht der städtische Bauhof fürs Fest? „Tribünenaufbau, Pergola, Toilettenwagen aufstellen und Weinberge einzäunen“, antwortet Bauhofleiter Christian Aufrecht. Der Ortsverein der Landwirte und Weingärtner hat die Verkaufshäusle aufgestellt. Der Kühlwagen parkt am Rand. Rund 200 Helfer sind am Wochenende im Einsatz, um tausende von Festgästen zu bewirten.

Baustromverteiler Ohne Strom läuft auch beim Weinbergfest nichts. Elektromeister Michael Eisele von der Beilsteiner Firma ETAB stellt die Anschlüsse im grünen Baustromverteiler für die 180-KW-Leitung her. „Wir haben hier oben seit 20 Jahren zwei Standverteiler“, sagt Eisele. Er schätzt den Stromverbrauch beim viertägigen Weinbergfest auf 400 bis 500 Kilowatt. „Damit könnte man vier bis fünf Wohnhäuser versorgen.“

Bauferien Wenn die Beilsteiner kräftig feiern, haben die Bauarbeiter auf der Burg langes Wochenende. „Wir kommen erst wieder am Dienstag“, sagt Polier Dieter Wenzel von der Firma Wolfsholz aus Leonberg. Im Sonnenlicht glänzt das hohe Gerüst auf der inneren Zwingermauer. Dicke Efeupflanzen ranken an den Steinen hoch, die die Arbeiter entfernen müssen. „Wir haben auf der Mauer Bäume bis zu einem Stammdurchmesser von 20 Zentimeter ausgegraben“, sagt der Polier. Der Sanierungstrupp füllt Spaltrisse mit Spezialmörtel, ersetzt Abdeckplatten auf dem Mauerwerk. 232 000 Euro gibt die Stadt für den dritten Sanierungsabschnitt aus.

Busbahnhof „Baustellenausfahrt, Tempo 50“ warnt das Schild die Autofahrer. Ein Lastwagen biegt auf das Gelände des zukünftigen Busbahnhofs beim Schul- und Sportgelände ab. Seine Fracht: Erde aus Neckarwestheim. „650 Lkw-Ladungen sind schon da“, sagt Maschinist Erich Müller von der Firma Mayer aus Billensbach, der mit der Planierraupe den Erdhügel einebnet. Dann fährt das gelbe Verdichtungsgerät mit der Walze drüber. „Wir pressen und rütteln“, sagt Müller. 13 000 Kubikmeter werden benötigt. Der Boden muss sich noch ein Jahr setzen.

Neustart 22 Jahre führte Petra Helena Taruttis das Modegeschäft „UpToDate“ an der Hauptstraße 32. Nach Räumungsverkauf, dreimonatiger Pause, dem neuen Angebot des Vermieters wagte sie mit Lenas Mode Beilstein den Neustart: „Ich riskiere es noch einmal.“ Kleiner, aber feiner, mit neuen Lieferanten und Ideen. Ihr Motto: frechere Mode, aber nicht übertreiben. Die Stammkunden seien davon angetan.

Efeu rankt die innere Burgmauer hoch. Es muss entfernt werden.
Efeu rankt die innere Burgmauer hoch. Es muss entfernt werden.
Mit einer Walze wird die Erde für den zukünftigen Busbahnhof beim Schul- und Sportzentrum verdichtet. 13 000 Kubikmeter Boden werden benötigt.
Mit einer Walze wird die Erde für den zukünftigen Busbahnhof beim Schul- und Sportzentrum verdichtet. 13 000 Kubikmeter Boden werden benötigt.
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