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Zwerghühner sollen handzahm sein

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Manuel Layer aus Ilsfeld ist ein erfolgreicher Jungtierzüchter - Europameister ist sein Ziel

Von Ute Knödler

Mittlerweile hat der 15-jährige Manuel Layer aus Ilsfeld schon viele Auszeichnungen für seine Zwerghühner bekommen: Kreisjugendmeister, eine Bundesjugendmedaille, mehrmaliger Vereinsmeister bei den Kleintierzüchtern in Beilstein und Deutscher Jugendmeister. Diese Auszeichnung erhielt Manuel 2004 in Leipzig für seine Zwergwyandotten.Doch er will noch mehr. "Ich möchte 2006 in Leipzig Europameister werden", sagt er zielstrebig, obwohl das sehr schwer sei. Begonnen hatte alles damit, dass er und sein Bruder Mario (12), der auch Zwerghühner besitzt, auf die Hasen von Vater Martin allergisch reagierten und somit nach anderen Tieren für die Jungs gesucht wurde."Vor vier Jahren haben wir dann einen Stamm - ein Hahn und vier Hennen - der Zwergwyandotten angeschafft und mit der Zucht begonnen", erzählt der Vater. Jährlich schlüpfen bei Layers um die 250 Küken. Nur ungefähr die Hälfte wird davon groß gezogen. Bebrütet werden die Eier im Brutkasten. Momentan hat der junge Kleintierzüchter 40 Hähne und 80 Hennen als Jungtiere. Davon sucht er sich dann die Tiere aus, mit denen er die Ausstellungen von Oktober bis Dezember besucht."Spitzentiere lassen sich schon ab Ende August erkennen", erklärt Martin Layer. Mit denen beginnt dann das Training. Die Zwerghühner, die bisher im Stall und im Freigehege ihre Freiheit genossen haben, werden an den Ausstellungskäfig gewöhnt. "Abwechselnd kommen sie da mehrmals wöchentlich rein", erklärt Manuel. Sie müssten die Angst verlieren, handzahm werden und sich präsentieren können. "Manchmal laufen wir auch in einem weißen Kittel, wie ihn die Preisrichter tragen, an den Tieren vorbei", erzählt Vater Martin, der seinen Sohn tatkräftig unterstützt, vor allem beim Füttern unter der Woche.Drei Mal täglich braucht das Federvieh frisches Wasser. Manuels Blick fürs Spitzentier schärft sich mehr und mehr. Das schwarze Gefieder muss glänzen, der Kamm kräftig rot sein. "Beim Schwanz wird Wert auf eine Hufeisenform gelegt, und Kopf- und Schwanzhöhe sollen eine Linie bilden", erklärt der Hauptschüler, der wie sein Vater Polsterer werden möchte.Für sein Hobby braucht Manuel vor allem am Wochenende viel Zeit. "Da werden die Ställe sauber gemacht", das sei sehr wichtig, weil die Füße möglichst nicht schmutzig werden sollen, erklärt Manuel, dessen zweites Hobby die Jugendfeuerwehr ist. Angst haben die Layers vor der Vogelgrippe. "Wenn wir sie wirklich einsperren müssen, können wir nur noch die Hälfte der Tiere halten", sagt Martin Layer.

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