Manches Huhn hat unter Stallarrest gelitten
Kreisgeflügel- und Kreistaubenschau in Bad Friedrichshall-Jagstfeld - Tiere insgesamt in einem sehr guten Zustand

Der Verein Neckarsulm hatte sich außer Stande gesehen, die Kreisgeflügelschau zum jetzigen Termin auszurichten. So organisierten die Jagstfelder Kleintierzüchter die Schau in Kooperation mit den Oedheimer Züchtern.
Als Ausstellungsleiter stellte sich Martin Herold aus Oedheim, unterstützt vom Jagstfelder Vorsitzenden Joachim Regenspurger, zur Verfügung. Die Züchter gingen davon aus, dass die Tiermeldungen wegen der verordneten Stallhaltung spärlich eingehen würden. Das Gegenteil war jedoch der Fall.
Die Organisatoren mussten große Anstrengungen unternehmen, um alle Tiere in der geräumigen Jagstfelder Ausstellungshalle unterzubringen. Doch die Verantwortlichen haben es schließlich bravourös geschafft und sich damit ein großes Lob verdient.
Von den 18 Kreisvereinen haben sich zehn beteiligt. 54 Aussteller brachten es auf 495 Tiermeldungen: 45 Gänse und Enten, 85 Hühner der Großrasse, 165 Zwerghühner und 200 Tauben waren zu bewerten. Sechs Preisrichter hatten alle Hände voll zu tun, denn die Vielzahl von Rassen und Farbenschlägen stellte hohe Anforderungen an das Preisgericht.
Die Höchstnoten konnten dabei nur vergeben werden, wenn der Preisrichter-Obmann Gerhard Schmückle aus Markgröningen zustimmte. Selbst für den Laien war beim Betrachten der Tiere zu erkennen, dass manches Huhn unter der Stallquarantäne gelitten hatte. Abgestoßene Schwanzfedern oder struppiges Gefieder waren die Folgen. Dennoch befanden sich die Tiere insgesamt in einem sehr guten Zustand.
Dank der hell ausgeleuchteten Halle und einer schönen vorweihnachtlichen Dekoration konnten sich die Züchter und die Besucher an der bunten Schau mit einigen seltenen Rassen erfreuen. Der Kreisverband bot eine reichhaltige Tombola und die Jagstfelder Hausherren überraschten mit einem reichen Angebot aus Küche und Keller bei sehr günstigen Preisen.
Vereinsmeister bei Geflügel wurde Z 122 Oedheim (1 433 Punkte) vor Z 88 Kochendorf (1419) und Z 431 Roigheim (1418). Vereinsmeister bei den Tauben wurde Z 122 Oedheim (1428 Punkte) vor Z 431 Roigheim (1417) und Z 88 Kochendorf (1403). Als besondere Auszeichnung bekam Norbert Frey die Bundesmedaille auf Zwerg Australorps. Den Leistungspreis des Landesverbandes Württemberg erhielt Martin Herold auf Rouen-Enten wildfarbig.
Rassekreismeister wurden Martin Herold auf Rouen-Enten, Heinrich Wagner auf Coburger Lerchen, Norbert Frey auf Zwerg Wyandotten und Zwerg Australorps, Timo Kierzynowski auf Holländer Zwerghühner, Lukas Holl auf Sumatra, Heinrich Wagner auf Mittelhäuser.
Willi Vogt auf Zwerg Dresdner, Andreas Holl auf Fränkische Landgänse, Siegfried Matthis auf Zwerg Amrocks, Karl-Heinz Walter auf Zwerg New-Hampshire, Rolf Englert auf Kölner Tümmler, Friedrich Thews auf Italienische Mövchen, Oswald Müller auf Zwerg Sussex, Werner Grundmann auf Thüringer Schnippen.
Kurt Hekler auf Indische Kämpfer, Stefanie Weitzel auf Zwerg Wyandotten, Anneliese Glaser auf Streicherenten, Hermann Mayer auf Zwerg Australorps, Kurt Schröter auf Dominikaner und Zwerg Dominikaner.
Stimme.de