Limbo-Tanz als olympische Disziplin
"Fest der Ringe" an der Fleiner Grund- und Hauptschule - Klassen bauten Stände auf

Selbst gebastelte antike Säulen, olympische Ringe und griechische Gewänder - das Gelände der Schule ist kaum wiederzuerkennen. Für einen Tag gleicht es dem Austragungsort der Olympischen Spiele in Athen. Ob beim Bogenschießen, der Zyklopen-(Mohrenkopf-)Schleuder, beim Biathlon oder dem Limbo-Tanz: Die Schüler können sich bei rund 20 "olympischen Disziplinen" austoben. Jede Klasse hat einen Stand aufgebaut und mit Basteleien bunt dekoriert.
Als Belohnung für eine absolvierte Disziplin gibt's von einem der vielen Elternhelfer einen Stempel auf die Spielkarte, die jeder Schüler um den Hals trägt. "Die vollen Karten werden am Luftballonstand abgegeben, und dann darf jeder einen Luftballon mit einem Adresskärtchen fliegen lassen", berichtet der zehnjährige Julian. Dann heißt es hoffen, dass der Ballon gefunden wird, denn nur wenn das Kärtchen zurückgeschickt wird, erhalten die Schüler eine Urkunde. Und die will sich natürlich keiner entgehen lassen. Der Ehrgeiz der Jungen und Mädchen ist also geweckt. Für den Hunger zwischendurch gibt's am Grillstand den "Athletenteller", die "Herkules-Wurst" oder eine "Marathonschnitte". Vor allem am Getränkestand bildet sich bei den hohen Temperaturen eine lange Schlange, an der allerdings meist die Eltern anstehen müssen. Die Jungen und Mädchen sind schließlich damit beschäftigt, eifrig Stempel zu sammeln. Besonders beliebt ist das Basteln von Efeukränzen, die die Schüler - ganz im Stil der alten Griechen - anschließend stolz auf dem Kopf tragen.
Eine etwas nasse, aber durchaus erfrischende Angelegenheit ist das Aqua-Play, bei dem es gilt, mit einer Wasserflasche Plastikbecher von einer Bank zu spritzen. Solange sich ihre Schützlinge in olympischen Disziplinen üben, können es sich Eltern, Lehrer und Großeltern schon einmal auf einer der vielen Bierbänke im Pausenhof gemütlich machen und auf der Bühne Attraktionen wie die Jazz-Gruppe "Lazy Jacks" oder den Hauptschulchor bewundern, der extra für das Fest verschiedene Lieder aus olympischen Ländern einstudiert hat.
Verlierer gibt es an diesem Tag keine. Auch wer eine Disziplin nicht so ganz erfolgreich meistert, bekommt für seine Bemühungen natürlich einen Stempel. Und wer weiß: In ein paar Tagen kommt dann vielleicht noch eine Urkunde für eine zurück gesandte Luftballon-Karte dazu.
Stimme.de