Wochenend-Tipp: Die Eis-Paläste in der Hörschbachschlucht
Der Bericht über den „Gletscher von Bad Wimpfen“ hat viele Reaktionen ausgelöst. Jetzt meldet sich ein Hobby-Fotograf in der stimme.de-Redaktion und verrät den Geheimtipp schlechthin: die eisigen Wasserfälle in der Hörschbachschlucht bei Murrhardt.
Wer für Samstag oder Sonntag noch nichts vorhat und für sich selbst Verantwortung übernehmen kann (extreme Rutsch- und Verletzungsgefahr!), sollte sich das nicht entgehen lassen.
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz beim „Vorderen Hörschbach-Wasserfall“. Dieser ist in Murrhardt ausgeschildert. Von der Hauptstraße in die Siebenkniestraße abbiegen.
Extreme Rutschgefahr auf Wanderwegen
Die Fotos stammen allesamt von Gerhard Strobel, dem früheren Bürgermeister von Murrhardt. Er stellt sie freundlicherweise für stimme.de zur Verfügung. Stobel weist darauf hin: Derzeit sollten nur geübte Wanderer die Schlucht entlang gehen – und sich der extremen Rutschgefahr bewusst sein. Die Verwendung von „Spikes“, mit denen man besseren Halt auf dem rutschigen Eis findet, ist Voraussetzung.
So wie dieses Jahr sieht es in der Hörschbachschlucht nur sehr selten aus. Es muss lange Zeit sehr kalt sein, damit sich diese Eiskunst herausbilden kann.
Vom Parkplatz aus sind es etwa zwei Kilometer bis zum hinteren Wasserfall. Anfänglich ist der Weg noch gut zu laufen, während der Abschnitt vom vorderen zum hinteren Wasserfall sehr gefährlich wird. Die regulären Sommerpfade sind kaum begehbar und an vielen Stellen führt der Weg nur über den zugefrorenen Bach, was wiederum auch sehr rutschig sein kann.
Fahrverbot im Naturschutzgebiet
Gerhard Strobel betont zudem, dass es sich bei der Hörschbachschlucht um ein Naturschutzgebiet handelt. Die Trailhofstraße, die zur Hörschbachschlucht führt, sei außerdem im Winter gesperrt und der Zugang mit Auto lebensgefährlich.
Dank auch an Michael Möncher, der die Hörschbachschlucht ebenfalls aus Ausflugstipp empfohlen hat.
Mehr Infos zur Hörschbachschlucht
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www.murrhardt.de

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