Warum die „Flippers“ nie ausflippen
Gundelsheim/Knittlingen - Anton Zuber ist auf den Geschmack gekommen. Nach dem Erfolg seiner Biografie über den Bruder des Papstes hat der Gundelsheimer jetzt ein neues Projekt abgeschlossen. Auf knapp 200 Seiten stellt der 57-Jährige den Aufstieg einer der erfolgreichsten deutschen Schlagerbands überhaupt vor: Die Biografie über die drei Musiker der Gruppe die „Flippers“.

Gundelsheim/Knittlingen - Anton Zuber ist auf den Geschmack gekommen. Nach dem Erfolg seiner Biografie über den Bruder des Papstes hat der Gundelsheimer jetzt ein neues Projekt abgeschlossen. Auf knapp 200 Seiten stellt der 57-Jährige den Aufstieg einer der erfolgreichsten deutschen Schlagerbands überhaupt vor: Die Biografie über die drei Musiker der Gruppe die „Flippers“. Sie erscheint am 10. Dezember. Am 6. März spielen sie in der Heilbronner Harmonie.
Volle Hallen
31 Goldene und neun Platin-Schallplatten. Dazu zwei Echos und zwölf Goldene Stimmgabeln. Die „Flippers“ aus Knittlingen und Bretten gehören zu den Großen in der deutschen Schlagerszene. Sie füllen Veranstaltungshallen wie die Köln-Arena bis auf den letzten Platz, Tausende ihrer Anhänger haben sich längst in Fanclubs organisiert. Bernd Hengst (61), Olaf Malolepski (62) und Manfred Durban (66) stehen seit 40 Jahren zusammen auf der Bühne. Im kommenden Jahr starten sie ihre Jubiläumstournee.
Für Anton Zuber Grund genug, über Monate hinweg zu recherchieren, Interviews zu führen und Anekdoten auszugraben, die die drei Musiker selbst schon vergessen haben. Etwa, dass sie gleich zu Beginn wegen ihres Namens auf der Bühne ausgepfiffen wurden. Bevor die drei 1969 zu den „Flippers“ wurden, hießen sie nämlich „Dancing Show Band“, davor nur „Dancing Band“.

Keine Drogen. Keine Exzesse. Keine Frauengeschichten. „Sie sind eigentlich ganz normale Menschen. So wie du und ich“, resümiert Zuber. So normal, dass sie zunächst völlig überrascht waren, dass jemand ihre Geschichte aufschreiben will. „Sie glaubten zunächst nicht, dass sie interessant genug seien“, erzählt Zuber, der als freier Journalist auch für die Heilbronner Stimme schreibt. Die drei gelernten Handwerker leben trotz ihres Erfolges noch heute in den Häusern, die sie sich in jungen Jahren größtenteils mit eigenen Händen gebaut haben. Und über die Ehrenmedaille ihrer Heimatstadt freuen sie sich mehr als über Platin-Schallplatten. „Ich will mit meinem Buch zeigen, dass es doch möglich ist, ganz klein anzufangen, groß herauszukommen und normal zu bleiben“, sagt Zuber, der als Personalmanager bei der Zeitarbeitsfirma PDI in Bad Friedrichshall arbeitet.
Auch wenn die „Flippers“ nie ausgeflippt sind, sei der Name doch Programm, findet Zuber. „Sie sind wie Flipper, der Delfin.“ Im Wasser völlig normal - springen sie aber in die Luft, seien sie für kurze Zeit etwas Besonderes. „Auf der Bühne sind sie die Größten, bejubelt von ihren Fans. Sind sie wieder daheim, bringen sie den Müll vor die Tür.“
Höhen und Tiefen
Das Buch beschreibt die Charaktere der Musiker sowie die Höhen und Tiefen der Band. Dem Durchbruch mit „Weine nicht kleine Eva“ (1969) widmet Zuber ein Kapitel. Auch die Umstände, die zum Comeback mit dem Hit „Die rote Sonne von Barbados“ (1984) führten, beleuchtet der Autor. Dazu sind bisher unveröffentlichte Fotos von den „Flippers“ zu sehen.
Die autorisierte Biografie „Die Flippers“ von Anton Zuber erscheint im Militzke Verlag, Leipzig. Das Buch hat 192 Seiten, kostet 18,90 Euro und ist ab 10. Dezember im deutschen Buchhandel erhältlich.
Stimme.de