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Warnstreik: Busse und Stadtbahnen fallen aus

  
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Mehr als 1000 Teilnehmer haben sich am Freitagvormittag zum ersten großen, ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst auf dem Marktplatz in Heilbronn eingefunden. In Demonstrationsmärschen waren sie zuvor über die Allee und Kaiserstraße vor das Rathaus gezogen.

Von Joachim Friedl

 

Vertreten waren nahezu alle Bereiche von Verwaltungen und sozialen Einrichtungen bis hin zu Banken, Jobcenter und Krankenhäusern. Die Busse der Verkehrsbetriebe Heilbronn blieben ab 8.30 Uhr stehen, nachdem sie den Berufs- und Schülerverkehr abgewickelt hatten. Schwerpunkt der Bus-Parade war die Allee vor der Harmonie. Der Verkehr floss hier nur einspurig bis etwa 10 Uhr. Dann kehrten die Busse ins Depot zurück. Auf den Stadtbahnlinien S4 und S42 kam es wegen des Warnstreiks zu Fahrtausfällen (siehe grauer Kasten unten). Die S41 verkehrte dagegen planmäßig.

„Es ist genug Geld in den öffentlichen  Kassen, um unsere ehrgeizige Forderung zu erfüllen“, rief die Verdi-Landesbezirksleiterin Leni Breymaier von der Rathaustreppe bei Trommelwirbel den Streikenden zu.  Für Marianne Kugler-Wendt, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Heilbronn- Neckar-Franken, ist das Arbeitgeber-Angebot „eine Mogelpackung und unanständig“. Sven Göbel, Mitglied des Verdi-Bezirksvorstands Heilbronn und der Bundestarifkommission, kritisierte die Arbeitgeber für ihr „nicht ehrliches auftreten“.

 


 

Immer wieder verliehen die Teilnehmer auf dem Marktplatz lautstark der Verdi-Forderung nach sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate Nachdruck. Die öffentlichen Arbeitgeber bieten eine Lohnerhöhung von 0,6 Prozent für 2016 und 1,2 Prozent für das nächste Jahr. Die Verhandlungen werden am 28./29.April in Potsdam fortgesetzt.

Die Streikbereitschaft bei den Beschäftigten ist groß. Die Beteiligung am Warnstreik ist nach Gewerkschaftsangaben die stärkste seit vielen Jahren.

 

 

 

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