Neudenau

Vorerst keine Fusion der Raiffeisenbank Neudenau mit der Volksbank Kirnau

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Neudenau - Die Raiffeisenbank Neudenau-Stein-Herbolzheim wird in diesem Jahr keinen weiteren Anlauf für eine Fusion mit der Volksbank Kirnau aus dem Neckar-Odenwald-Kreis unternehmen. "Es gibt vorerst keine außerordentliche Mitgliederversammlung", erklärte Vorstandsmitglied Michael Fähndrich.

Von unserem Redakteur Christian Gleichauf

Die Vorstände Michael Fähndrich (links) und Jochen Trabold.
Foto: Gleichauf
Die Vorstände Michael Fähndrich (links) und Jochen Trabold. Foto: Gleichauf

Neudenau - Die Raiffeisenbank Neudenau-Stein-Herbolzheim wird in diesem Jahr keinen weiteren Anlauf für eine Fusion mit der Volksbank Kirnau aus dem Neckar-Odenwald-Kreis unternehmen. "Es gibt vorerst keine außerordentliche Mitgliederversammlung", erklärte Vorstandsmitglied Michael Fähndrich gegenüber der Heilbronner Stimme. Das ist das Ergebnis einer Vorstandssitzung am Donnerstag.

Anfang der Woche hatte es noch geheißen, der Vorstand sehe eine Zustimmung von 70 Prozent bei der Mitgliederversammlung vergangene Woche als Bestätigung, die Fusionspläne weiter zu verfolgen. Für die Fusion wären 75 Prozent notwendig gewesen.

Vorwürfe

Fähndrich (55) und sein Vorstandskollege Jochen Trabold (31) wehrten sich gegen die Darstellung, persönliche Gründe hätten den Ausschlag für die Fusionsverhandlungen mit der Bank aus Rosenberg gegeben. Entscheidender Punkt sei die ausgezeichnete Eigenkapitalquote der Volksbank Kirnau. "Vor der Finanzkrise hätte ich auch noch gesagt, das Eigenkapital kann nicht das einzige Argument sein", erklärte Fähndrich. "Heute ist es das allererste und oberste Kriterium." Mit Kirnau sei der Puffer "so groß, dass er eine Perspektive für die nächsten x Jahre bietet".

Kleinigkeit

Hintergrund sind die verschärften Anforderungen an Finanzinstitute, die ab 2013 unter dem Namen Basel III in Kraft treten. Wenn es dann Probleme gebe, könne nur eine Bank überleben, die "etwas auf der Brust hat" - sprich eine gute Eigenkapitalausstattung. In Neudenau ist sie im Bankerdeutsch noch "angemessen", aber "unterdurchschnittlich" - sie sei aber besser als in Möckmühl, wie Fähndrich betont. Ein Punkt, den der Vorstand der Volksbank Möckmühl, Rainer Schwab, anders sieht: "Der Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbands hat uns 2011 eine angemessene Eigenkapitalquote bescheinigt." Ohne das "unterdurchschnittlich". Basel III erfülle die Volksbank Möckmühl schon heute.

Momentan gibt es für die zwei Neudenauer Vorstände ausdrücklich "keine Not" zu fusionieren. In den nächsten Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen werde man das Thema beraten.

Nach oben  Nach oben