Nachtlichter: 20 Clubs auf einen Streich

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Heilbronn - Auch bei der 15. Clubnite hieß es: sechs Clubs, 14 Bars - aber nur einmal Eintritt zahlen. Die Clubs waren gerammelt voll. Auch Busfahrer und Türsteher waren nicht zu beneiden: Je später der Abend, desto mehr Alkohol wurde konsumiert. Die Stimmung war angespannt.

Lennart Kritter und Kai Lutz (von links) sind aus Mannheim zur Clubnite nach Heilbronn gekommen.
Lennart Kritter und Kai Lutz (von links) sind aus Mannheim zur Clubnite nach Heilbronn gekommen.
Heilbronn - Was sich bewährt hat, soll man bekanntlich nicht ändern. Das hat sich auch Veranstalter Timo Eckert von City Events gedacht und die 15. Clubnite nach guter alter Manier aufgezogen: Sechs Clubs, 14 Bars - aber nur einmal Eintritt zahlen. "Im Dachpavillon ist es schon viel zu voll", stöhnt Jessica Kärcher, die extra aus Heidelberg zur angeblich größten Party der Region angereist ist. Jetzt leuchtet an Jessicas rechtem Armgelenk das neonfarbene orangene Eintrittsbändchen.

Philipp Kehder, Anja Obermüller und Ina Sayer (von links) pausieren bei der Clubnite im Veranda 8.
Philipp Kehder, Anja Obermüller und Ina Sayer (von links) pausieren bei der Clubnite im Veranda 8.
"Vier Euro weniger Eintritt hätten es auch getan", ärgert sich Kai Lutz aus Mannheim. Wer auf die teuren Clubs verzichten möchte, kann seit einiger Zeit bei der Clubnite das günstigere grüne Bändchen für drei Euro kaufen. "In die Laube sind wir schon nicht reingekommen, weil eine Freundin unter 18 Jahre alt ist." Wenn es jetzt auch mit dem Green Door nicht klappt, dann fallen die Heilbronner Clubs für die Clique flach. "Dann hätten wir nur das grüne Bändchen für Bus und Bars lösen brauchen", ist Freundin Anja Obermüller aus Heilbronn enttäuscht.

Andrang

"Anita, Anita" tönt es durch den vollen Bus - die Partymeute genießt es, durch die Nacht geschaukelt zu werden. Busfahrer und Türsteher sind nicht zu beneiden: Je später der Abend, desto mehr Alkohol konsumiert wurde, desto angespannter wird die Stimmung. Jeder will noch schnell ins Green Door, ins Creme 21 oder ins Barococo. "Die Kosten für das Eintrittsbändchen haben wir längst rausgeholt", sagt Julia Albert und freut sich über die Freigetränke für Ladys im Barococo. "Bei uns in Öhringen gibt es ja nur die Night of Music - da ist nicht so viel los." Gemeinsam mit ihren beiden Freunden nutzt die Pfedelbacherin die Clubnite, um Bars wie das Klubsofa "zu testen".

Lassen sich durch die Nacht treiben: Greta Weissert und ihr Freund Julius Seidler.Fotos: Milva-Katharina Klöppel
Lassen sich durch die Nacht treiben: Greta Weissert und ihr Freund Julius Seidler.Fotos: Milva-Katharina Klöppel
Plastik Bunte Cocktails in durchsichtigen Plastikbechern für unterwegs sind "in". Achtlos weggeworfen, krachten und knallen die leeren Behälter unter den Reifen der Shuttlebusse.

Termine

In Öhringen machen immer mehr Clubs zu, bedauern Julia Albert, Daniel Barta und Sarah Späth (von links).
In Öhringen machen immer mehr Clubs zu, bedauern Julia Albert, Daniel Barta und Sarah Späth (von links).
Die neue Partyreihe "Die Kommune" in der Neckarlust geht in die zweite Runde. Am Freitag, 16. Oktober, geht es mit "Revolutionärer Musik" in die 1960er Jahre. Die Paisley-Club-Jungs Thomas Thellmann und Manu Schleßmann legen Musik von Psycho über Garage bis hinzu 1960er Rock'n'Roll auf. Der Qube Club in der Paulinenstraße 15 hat unter dem Namen Orakel wieder seine Pforten geöffnet. Jeden Freitag wird dort nun Techno vom Feinsten geboten.


Bildergalerie zur Clubnite: www.stimmt.de

 
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