In die Garage kommt nur Opel
Ilsfeld - Opel, das ist mehr als ein Auto. Für manche Menschen ist das deutsche Gefährt ein Lebensgefühl. Zu diesen Menschen gehört eine Gruppe von Opelfans aus der Region, die sich jeden zweiten Freitag im Monat trifft. Seit 25 Jahren gibt es beim Kapitän/Admiral/Diplomat-Stammtisch (KAD) in Ilsfeld-Auenstein nun schon im Gasthaus.
Ilsfeld - Opel, das ist mehr als ein Auto. Für manche Menschen ist das deutsche Gefährt ein Lebensgefühl. Zu diesen Menschen gehört eine Gruppe von Opelfans aus der Region, die sich jeden zweiten Freitag im Monat trifft. Seit 25 Jahren gibt es beim Kapitän/Admiral/Diplomat-Stammtisch (KAD) in Ilsfeld-Auenstein nun schon im Gasthaus Krone Schnitzel und ganz viele Gespräche über ihre Lieblinge Admiral, Commodore, Kapitän, Rekord, Diplomat und all die anderen Schmuckstücke, die schon seit Jahrzehnten in ihren Garagen stehen. „Wir sind damit aufgewachsen“, erklärt Claudius Kahl, der Erfinder des Stammtisches in Auenstein, seine Liebe für die Oldtimer.
Als Kinder sind sie in den Autos ihrer Eltern gesessen. Sobald sie ihren Führerschein in der Tasche hatten, sind sie selbst Opel gefahren. Und auch heute noch kommen nur Autos aus Rüsselsheim in die Garage. Oder von General Motors, da ist man dann doch nicht so. Nicht nur Oldtimer haben es den Stammtisch-Mitgliedern angetan. Auch im Alltag sind die meisten ihrer Marke treu und fahren Astra, Frontera oder Omega.
Unterstützung
„Wir sind Opel“, steht auf den gelben T-Shirts der Männer, Frauen und Kinder. „Wir stehen zu Opel“, sagt Kahl. Vor kurzem war die Gruppe bei der Demonstration in Rüsselsheim. „Opel hat schon viele Krisen überstanden“, ist Matthias Goebel aus Lauffen überzeugt, dass das Traditionsunternehmen auch dieses Tief überwindet. „Wir fiebern mit Opel mit, und wollen die Firma unterstützen“, sagt Dieter Knoblich. Opel - das ist für die Stammtischmitglieder eine große Familie.
Apropos Familie: Die Leidenschaft für das Hobby der Männer teilen auch ihre Frauen. Und auch die Kinder sitzen immer im Auto, wenn es zu Ausfahrten geht. Als nächstes brechen die Oldtimer-Fans in einer Kolonne in die Schweiz zum Jahrestreffen auf.
Arbeit
Ganz so viel Arbeit müssen die Stammtisch-Mitglieder nicht mehr in ihre Autos stecken. „Die Restaurationsarbeiten sind eigentlich schon lange erledigt“, erzählt der Beilsteiner Kahl. Er ist Kraftfahrzeugmeister und arbeitet bei einem Opel-Händler. Beim KAD-Stammtisch ist er oft Ansprechpartner bei Fragen zur Reparatur. Hilfe bei technischen Fragen, Austausch, Suche nach Ersatzteilen - das sind wichtige Gründe, warum sich inzwischen über 40 Menschen jeden Monat in Auenstein treffen. Aber auch die gemeinsame Leidenschaft für die großen Schlitten.
Als Kahl den Stammtisch vor 25 Jahren ins Leben rief, saß er auch oft alleine im Gasthaus. „Dank meiner Mutter, die den Auftrag hatte, am Freitag alle mir bekannten KAD-Fahrer anzurufen und auf den Stammtisch am Abend hinzuweisen, wuchs die Teilnehmerzahl stetig“, erzählt Kahl schmunzelnd. „Sie war damit den ganzen Nachmittag beschäftigt.“ Ob Straßenschiff oder kleines Auto, in der Runde ist jeder willkommen. „Unser Einzugsgebiet reicht bis nach Pforzheim. Auch aus Stuttgart kommen die Autoliebhaber und vor einigen Jahren, als es noch nicht so viele Opel--Stammtische gab, kamen sie noch von viel weiter her“, erzählt Matthias Goebel. Gerade das Altbewährte schätzen die Oldtimer-Liebhaber.
Zuverlässig
Nicht umsonst hat Opel den Beinamen „der Zuverlässige“, sagen sie. Die Autos beweisen es täglich und halten und halten und halten. „Ich fahre meinen Commodore schon seit meinem 18. Lebensjahr“, erzählt Rentner Knoblich. Die meisten haben Autos, die schon rund 40 Jahre in ihrem Besitz sind. „Inzwischen werden die Opel-Oldtimer teuer gehandelt“, erzählt Kahl.
Berühmt
„Das ist mein Ersatzporsche. Zumindest was den Ton angeht“, mag Harald Feinauer aus Asbach, wie sein weißer Monza klingt. Der Kadett von Thomas Eichhorn ist eine kleine Berühmtheit. Das orangene Auto war 2005 im Werbespot eines Schnellrestaurants zu sehen und wird gelegentlich auch wieder erkannt, erzählt der 34-Jährige. Aber nicht nur deswegen ist er stolz auf sein Auto. „Es ist noch im Originalzustand“, erzählt der Fleiner.

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