Generalstabsmäßig geplant
Hardthausen - Präzise und im großen Stil bereiten Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Tag der offenen Tür in Lampoldshausen vor - die ersten Treffen dazu fanden bereits Ende 2007 statt. Am Samstag, 19. September, rechnen die Verantwortlichen mit rund 15.000 Besuchern.

In diesem Jahr wird das 50-jährige Standortbestehen gefeiert. „Wir rechnen damit, dass die Besucher auf uns einströmen. Für so einen kleinen Standort ist dies eine sehr spannende Aufgabe“, sagt Michael Dommers. Mit Landratsamt und Polizei stimmten sich der Leiter der Technischen Betriebe und Sicherheit und sein Team ab, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden und die Sicherheit auf dem sensiblen Testgelände zu gewährleisten. 40 Mann der Feuerwehr Hardthausen sind im Einsatz, um den Verkehr im Außenbereich zu regeln, mit einem Notfallplan ist das DLR für alle Fälle gerüstet.



Im School-Lab wird experimentiert (Brennkammerinstabiliät), gebastelt (Moosgummi-Raketen) oder ausprobiert (Fahrradfahrt durch Tübingen mit Lichtgeschwindigkeit). Wie geht der Wasserraketencontest aus? Rund 15 Gruppen haben sich angemeldet, um selbst gebaute Raketen starten zu lassen. „Es ist verblüffend, auf was für Ideen Schüler kommen“, zeigt sich Bernhard Heislbetz, Leiter des School-Labs, gespannt. Auch das Museum ist gut für den Tag gerüstet, ganz neu ist die dritte Stufe einer Eldo-Rakete.
Hintergrund: Programm EADS-Astrium
EADS-Astrium, die auf dem Gelände ebenfalls ansässige Firma, begeht den Tag der offenen Tür gemeinsam mit dem DLR. Besucher können Einblick in die Produktion, Prüfstände und Reinräume bei EADS-Astrium nehmen. 100 Mitarbeiter arbeiten in dem für fünf Millionen, in einer Rekordzeit von nur zehn Monaten gebauten Gebäude. Folgende Stationen versprechen neue Erkenntnisse: „Der kälteste Test am Standort/Rosen im Kälteschock“, „Kleintriebswerkprüfstände – das Kleintriebwerk im Koffertest“ sowie „Chemische Triebwerke – das Erfolgsprodukt“ und „Galileo-Navigation aus dem All“.
Mit dem Busshuttle zur DLR-Party
Anfahrt - Zum ersten Mal richtet das DLR einen kostenlosen Busshuttle ein. Weil es nur begrenzt Parkplätze gibt, wird den Besuchern ans Herz gelegt, den Shuttle zu benutzen. Die Busse fahren während des Tags der offenen Tür im Stundentakt. Bedient werden Gemeinden und Städte im nördlichen Landkreis - Neuenstadt, Neudenau, Möckmühl, Widdern, Jagsthausen, Bad Friedrichshall, Neckarsulm, Oedheim, Hardthausen, Langenbrettach.
Linie 2 bedient die Strecke Heilbronn-DLR, Linie 3 nimmt die Gäste aus Richtung Öhringen mit. Die genauen Busrouten und die Fahrpläne gibt es im Internet unter www.raumfahrtantriebe.de.
Die Busse halten im Industriegebiet Habichtshöfe in Möckmühl - den Fußgängern verbleibt eine Fußstrecke von 500 Metern bis zum DLR-Gelände.
Der Verkehr rund um das Raumfahrtzentrum wird extra geleitet, es gelten Einbahnstraßen-Regelungen, zusätzliche Parkplätze sind eingerichtet. Noch mehr Möglichkeiten gibt es im Neuenstädter Industriegebiet GIK und am Rübenplatz in Langenbrettach (Weiterfahrt mit dem Shuttle möglich). ang
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