Einzäunung der Häckselplätze trägt Früchte
Material zu 100 Prozent verwertet - Gras- und Laubsammlung kommt gut bei Bürgern an

Landkreis Die - Neukonzeption der Häckselplätze im Landkreis Heilbronn ist so gut wie abgeschlossen. Bis auf einen werden Ende Januar 2010 alle eingezäunt und dann zu festen Zeiten geöffnet sein. Ein Platzwart kontrolliert dabei die Anlieferungen.
Die vor einigen Jahren getroffene Entscheidung trägt Früchte. Die Zeiten von verunreinigtem Material, das zu nichts taugte, sind vorbei. Auch wird kein Baum- und Heckenschnitt mehr auf Deponien entsorgt.
Klimaneutral "Wir haben zu 100 Prozent die stoffliche thermische Verwertung", sagt der Leiter des Landkreis-Abfallwirtschaftsamts, Norbert Raatz. Die Verbrennung sei nicht nur kostengünstig, auch die Ökobilanz stimme. "Das ist absolut klimaneutrale Energiegewinnung." Den Verwertungsauftrag hat die Firma Achauer in Pfaffenhofen. Sie beliefert mit dem Material verschiedene Biomasseheizkraftwerke.
Bei den Häckselplätzen wird die Zahl auf 41 reduziert. Der in Weinsberg-Grantschen wurde als einer der letzten im Frühjahr geschlossen, der neue Platz in Ellhofen steht seitdem für die Grantschener zur Verfügung. Die Plätze inWeinsbergs Stadtteilen Wimmental und Gellmersbach werden noch bis zum 31. Januar 2010 geöffnet sein, damit die Leute noch ihre Weihnachtsbäume abgeben können. Danach können die Bewohner der beiden Orte den renovierten Platz in Weinsberg bei der Hasenmühle ansteuern oder nach Ellhofen gehen.
Einziger Platz, der bis auf weiteres ohne Einzäunung bleiben darf, ist der in Roigheim. Dort sei es schwierig, einen neuen Standort zu finden. Solange die Qualität des Materials stimme, könne deshalb der bestehende Platz unbewacht offen bleiben, meint Raatz. Ein Teil des bearbeiteten Häckselguts - humusartiges Feinmaterial und Mulch - wird weiterhin den Bürgern bei den Häckselplätzen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Gut angenommen wird bislang die im letzten Jahr eingeführte Grasschnitt- und Laubsammlung. 2400 Tonnen wurden im ersten Jahr gesammelt. Kosten für den Landkreis: rund 115 000 Euro.
Größere Mengen Mit größerer Bekanntheit der Sammlung und einigen Nachrüstungen auf den Plätzen, die die Anlieferung bequemer machen, sind die Mengen gewachsen. Norbert Raatz rechnet daher für 2009 mit 4000 Tonnen. Dies ist die Menge, die der Landkreis ursprünglich kalkuliert hat - die Kosten dürften dann bei 150 000 bis 200 000 Euro pro Jahr liegen. Das gilt als preiswert. Abnehmer sind Kompostwerke und Landwirte. "Von beiden gibt es keinerlei Beanstandungen des Materials" sagt Raatz.
Die Sammlung von Grasschnitt und Laub geht übrigens bis Ende Dezember. Dann folgt eine Pause bis Ende März.
Stimme.de