Biergartentest: Heuchelberger Warte
Region - Heuchelberger Warte bietet in vielen Bereichen mehr als Biergarten-Standard



Standbeine
Sein Lokal direkt am Fuße des Aussichtsturms bietet eine gelungene Mischung aus Eventgastronomie und Ausflugsziel. "Wir haben zwei Standbeine", erklärt Wieland. Zum einen kommen vor allem am Wochenende Wanderer und Familien auf den Heuchelberg. Der Aufstieg ist von Leingarten aus zu Fuß oder per Bus möglich, den man direkt am Parkplatz bestellen kann. Oder man wählt den längeren Weg durch die Reben und startet zwischen Nordheim und Neipperg. Andere Gäste nutzen die Heuchelberger Warte gezielt für Familienfeiern oder Firmenausflüge. Je nach Gelegenheit stehen dafür Panoramazimmer, Pavillon, Weinberghüttle oder Grafenstüble mit unterschiedlichen Kapazitäten bereit. Vom Hexenkaffee bis zum Räuberfest können Menüs inklusive Unterhaltung gebucht werden.
"Bei Reservierungen bedienen wir immer", erklärt der Chef. Und das ausgesprochen freundlich: "Darauf legen wir sehr viel Wert", betont Wieland, der gemeinsam mit seiner Frau Inge ein Schmuckstück geschaffen hat. Inge Wielands Händchen für Dekoration und Blühendes ist überall zu erkennen. Lavendel blüht auf den Tischen, Oleander in großen Töpfen und Fleißige Lieschen im Terrakottatopf auf der Terrasse. Auch hier kann man sich Bier, Vesper oder Mittagstisch servieren lassen.
Selbstbedienung ist vor allem am Wochenende im größeren Teil des Biergartens organisiert. So kann jeder wählen, welche Art von Restaurantbesuch er vorzieht. Und das nicht nur im Sommer: Im Winter wärmen Glühwein und Felle auf den Plätzen des Freisitzes die Gäste.
Die Karte lässt kaum Wünsche offen und bietet etwas mehr als Biergartenstandard zu moderaten Preisen. Es gibt Kinderessen und auf Wunsch auch ein kleines Schnitzel, der halbe Hahn fliegt für 6,50 Euro auf den Tisch.
Neben sechs verschiedenen Biersorten (ein Mass Export für 5,90 Euro, 0,3 Liter Pils für 2,80 Euro) und hiesigen Weinen gibt es vorwiegend regionale Produkte auf der Karte, viele mit Bio-Zertifikat oder "Schmeck-den-Süden"-Siegel. Passend zum verwunschenen Ambiente kommt die Maultäschlesuppe aus Rumpumpels Suppenkessel (3,90 Euro), zur Brotzeit wartet der Lumpensalat (Wurstsalat für 6,90 Euro) und die Räuberpfanne (Zwiebelrostbraten für 14 Euro) wird für den großen Hunger serviert. Sonntags wird außerdem ein üppiges Waldfrühstück angeboten.
Kinderprogramm
Familien schätzen die Heuchelberger Warte vor allem wegen der großen Auswahl an Sandkasten, Rutsche, Trampolin und Aktionen. Im Mecki-Club wird jeder Sonntag unter ein Motto gestellt. Mädchen und Jungen ab vier Jahren können basteln, auf Wildschweinjagd oder Safari gehen. Ponyreiten gehört ebenso zum Angebot wie die Schatzsuche.
Und es gibt hier auch einen Kartverleih − mit den Pedal-Gefährten kann man den ganzen Heuchelberg erkunden, wenn man ausreichend Puste hat.
In loser Folge stellen wir weitere Freiluft-Restaurants vor. Mehr als 50 Biergärten hatten sich für die Teilnahme am Test beworben. Eine Stimme-Jury hat unter den Bewerbern 20 ausgesucht, die von den Redakteuren getestet werden. Zum Abschluss wählen die Leser den beliebtesten Biergarten.

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