Ausflugsziel erhält Schönheitskur

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Naturfreundehaus Steinknickle wird renoviert − Wiedereröffnung voraussichtlich am 1. April

Von Petra Laidig

Wüstenrot - Ein großer Container steht auf dem Hof vor dem Naturfreundehaus Steinknickle in Wüstenrot-Neuhütten. Paletten mit Baumaterial, ein Rüttler und ein Bauwagen zeigen den Wanderern und Ausflüglern, dass hier zur Zeit keine Einkehr möglich ist. Das Naturfreundehaus bekommt eine Verschönerungskur.

Im Zeitplan Nicht nur innen, sondern auch im Außenbereich sind die Umbauarbeiten in vollem Gang. Ab 1. April soll das Haus wieder für Besucher geöffnet sein. "Wir sind gut im Zeitplan. Zwar hatte uns das schlechte Wetter um zwei Wochen zurückgeworfen, doch das haben wir wieder aufgeholt", zeigt sich der Vorsitzende der Heilbronner Naturfreunde Georg Dukiewicz zufrieden. Bevor die Handwerker ans Werk gingen, erbrachten die Naturfreunde rund 860 Stunden Eigenleistungen.

Im Haus mit drei Schlafräumen für 17, 18 und 30 Personen sowie vier Zimmern mit je vier Betten werden die Waschräume, die Toiletten und der Treppenaufgang renoviert. Die 25 Jahre alte Gasheizung wird durch eine neue Anlage ersetzt.

Das Kreischen einer Säge hallt durch den Wald. Unterhalb des Naturfreundehauses ist Christian Schmidgall dabei, Betonsteine zuzuschneiden. Der Bauarbeiter der Firma Dietz und Strobel hat mit seinen Kollegen einen neuen Aufgang geschaffen. Große Betonplatten wurden verlegt und daneben eine Mauer gesetzt, die nun mit Erde verfüllt wird. "Wir haben bewusst einen Aufgang ohne Treppen gewählt, damit man auch mit Rollstuhl und Kinderwagen bequem herkommen kann", erklärt Dukiewicz.

Die Renovierungsarbeiten, die auch der Zukunftssicherung des Hauses dienen, erfolgen in mehreren Abschnitten. Zum 100-jährigen Jubiläum, das die Ortsgruppe Heilbronn in diesem Jahr feiert, soll der erste Abschnitt fertig gestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 200 000 Euro, die vom Land bezuschusst werden. Rund die Hälfte davon verschlingen die Außenarbeiten. 2013 wird das Naturfreundehaus 100 Jahre alt. Der große Anbau davor wurde 1953 eingeweiht.

Während des NS-Regimes waren die Naturfreunde verboten. Das Haus wurde beschlagnahmt und von 1933 bis 1945 als Schulungszentrum der Hitlerjugend genutzt.

Mehr Gäste "Der Zuspruch von Wanderern und Ausflüglern hat zugenommen", erzählt der Vorsitzende. Im vergangenen Jahr zählten die Naturfreunde 2560 Übernachtungsgäste, vor allem durch Vereine, Schulklassen und Kindergärten.

Das erste große Event 2011 wird die gemeinsam mit Naturparkführern und Gemeinde Wüstenrot veranstaltete Waldolympiade am 17. April sein. Nach diesem Termin sind weitere Aktivitäten wie etwa die Sonnwendfeier geplant.

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