50 Kilometer Strampeln zum Saisonauftakt

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Mehr als 100 Teilnehmer bei der geführten Radtour der Tourismusgemeinschaft Heilbronner Land

Von Gustav Döttling
Da heißt es schwer in die Pedale treten beim Anstieg von Oberheimbach nach Maienfels. Dort gibt es zur Belohnung eine Getränkepause.Foto: Gustav Döttling
Da heißt es schwer in die Pedale treten beim Anstieg von Oberheimbach nach Maienfels. Dort gibt es zur Belohnung eine Getränkepause.Foto: Gustav Döttling

Region Den - Anstieg vom Brettachtal zum Wüstenroter Ortsteil Maienfels haben nicht alle Teilnehmer an der Naturparkradtour 2011 der Tourismusgemeinschaft Heilbronner Land (TG) im Sattel bewältigt. "Ich bin abgestiegen", sagt Bernd Tensing (66) aus Murrhardt, als der Rad-Tross am Sonntag kurz in Maienfels eine Rast einlegt. "Die Steigung ist mit 18 Prozent sehr anspruchsvoll", sagt Organisator Andreas Krautwurst, Mitarbeiter der TG. Aus diesem Grund biete die Tourismusgemeinschaft am schwierigsten Abschnitt einen Bus- und Rad-Transport-Service an.

Transport-Service Den nutzen 25 Teilnehmer, die sich den schwersten Teil der rund 50 Kilometer langen Rundstrecke von Weinsberg über Obersulm und das Brettachtal zum Steinknickle in Neuhütten und zurück nicht zutrauen. "Es sind über 100 Teilnehmer, 40 davon haben heute Morgen in Weinsberg die Stadtführung mit dem Fahrrad mitgemacht", freut sich Krautwurst über die große Resonanz.

Zum fünften Mal eröffnet die TG die Radsaison im Heilbronner Land mit einer geführten Tour. "15 Fahrer haben sich ein E-Bike gemietet, einige haben ihr eigenes Elektrorad mitgebracht", erzählt Krautwurst.

Auf seine Muskelkraft verlässt sich Landrat Detlef Piepenburg. Er habe am Berg einige E-Biker beneidet, die es leichter gehabt hätten. "Diese Tour ist ein voller Erfolg. Das Heilbronner Land zeigt sich bei diesem herrlichen Wetter von seiner schönsten Seite, da macht das Radeln Spaß", schwärmt der Landrat. Förderung und Ausbau des Radtourismus sei einer der Schwerpunkte in der Fremdenverkehrsentwicklung des Landkreises. "Wir merken die verstärkte Nachfrage deutlich", sagt Piepenburg.

Gesichert von einer Gruppe Wüstenroter Feuerwehrleute und betreut von den 15 Tour-Guides des Heilbronner Landes sowie zehn Helfern des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) bricht die Radkarawane durch blühende Wiesen zum Naturfreundehaus am Steinknickle auf. Dort duftet es schon verführerisch nach Steaks und Grillwürsten. Georg Dukewicz, Vorsitzender der Naturfreunde, und seine Helfer erwarten die Radler zum Mittagessen. Naturparkführerin Ruth Bohn verteilt Kostproben von selbstgemachtem Holundersirup, Kräuteraufstrich sowie geschnitzte Haselnusspfeifen.

Lob "Hier oben sind sie richtig", empfängt Wüstenrots Bürgermeister Heinz Nägele die Radler. Mit 81 Jahren ist Karl Nass aus Böblingen der Älteste. "Die Tour ist toll organisiert, wir werden betreut, wie Schafe von den Hütehunden", scherzt Herbert Heinrich aus Neuenstadt. "Wunderbar", schwärmt Brigitte Künzel aus Wüstenrot.

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