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Heilbronn

Zwischen Tüll und Fotobox

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Rund siebzig Aussteller präsentieren sich auf der ersten Traumhochzeit-Messe im Redblue

Von Stefanie Pfäffle
Die Modenschau gehört zu einer Hochzeitsmesse dazu und lockt immer viele interessierte Bräute an.Foto: Stefanie Pfäffle
Die Modenschau gehört zu einer Hochzeitsmesse dazu und lockt immer viele interessierte Bräute an.Foto: Stefanie Pfäffle

Es gibt ja so unglaublich viel zu bedenken, wenn man heiraten möchte. Das wissen nicht nur die Paare, die das schon durchgezogen haben, sondern meist auch deren Umfeld. Blumen, Kleid, Kuchen, Essen, Fahrzeug, Unterhaltung, Fotograf, Stuhlhussen − die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Wer auf der Suche ist, konnte am Wochenende zur ersten Hochzeitsmesse "Traumhochzeit" ins Heilbronner Redblue gehen, um sich bei rund 70 Ausstellern einen Überblick zu verschaffen.

Weißer Fleck Die Messe "Traumhochzeit" gibt es bereits in Ludwigsburg, Würzburg und Reutlingen, jetzt ist die Käthchenstadt dazu gekommen. Auch wenn es hier bereits zwei große Messen gibt. "In jeder Stadt gibt es mehrere solcher Angebote. Für uns war Heilbronn einfach noch ein weißer Fleck in unserem Gebiet und auch viele Aussteller aus dieser Gegend haben uns darauf angesprochen", erklärt Geschäftsführer Harald Kilgus. Man verstehe sich als regionale Hochzeitsmesse, was für ihn einen Umkreis von 40 Kilometern bedeutet. Da passen die meisten der Aussteller rein.

Wenn man nach der Vielzahl der Anbieter geht, stehen Fotoboxen ganz hoch im Kurs. Hier können sich die Gäste mit Accessoires verkleiden und Bilder von sich schießen, bei Yusuf Paylar von BäämBox sogar direkt ausdrucken oder aufs Handy laden. "Das ist ein Programmpunkt, bei dem sich die Leute näher kommen, ein Eisbrecher zwischen verschiedenen Seiten", findet er. Und natürlich ein Lückenfüller, etwa wenn das Paar selbst gerade beim Fotoshooting ist.

Ebenso im Trend liegen freie Trauungen. Diana Neureiter hat sich damit vor drei Jahren selbständig gemacht. Dass das immer beliebter wird, kann sie gut nachvollziehen. "Es ist wesentlich persönlicher und individueller, weil es mehr Möglichkeiten bietet", erklärt die Seckacherin. Sie selbst etwa denke sich für jedes Paar ein Ritual aus, das speziell zu ihnen und ihrer Geschichte passt. "Freie Trauung hat übrigens nichts mit im Freien zu tun, das denken viele", fügt sie an.

In der Messehalle wird frisiert, Blumenschmuck und Einladungskarten begutachtet. Bräute in spe testen Airbrush-Makeup oder überlegen, ob nicht vielleicht Ballons die geeignete Deko wären. "Wir suchen vor allem Inspiration, denn wir stehen noch ganz am Anfang", erzählen Celina Carius aus Karlsruhe und Andreas Gebhardt aus Berlin. Erst 2018 ist es soweit. "Wir haben von Freunden gehört, dass man sich frühzeitig um die Location kümmern muss, weil es sonst schwierig wird". Schloss oder Scheune wären schön.

Anprobieren Flo Zorn und Marilena Mößlein aus Mosbach sind da schon weiter. Deko, Ringe und Einladungskarten stehen auf ihrem Zettel. Dafür schauen sie sich lieber auf einer Messe als im Internet um. "Es ist doch was ganz anderes, den Ring anzuprobieren als ihn nur auf einem Bild zu sehen", findet sie. "Außerdem entstehen Ideen, auf die man vorher gar nicht gekommen ist".

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