Weltraumshow zum Azur-Space-Jubiläum
Solar-Pioniere aus dem Telefunkenpark feiern im Redblue 50. Geburtstag mit Physik und Hightech-Effekten

Wie feiert man Geburtstag, wenn man als Weltmarktführer für Satelliten-Solarzellen auf fünf erfolgreiche Jahrzehnte zurückblicken kann? Die Heilbronner Firma Azur Space Solar Power GmbH hat zu diesem Zweck am Freitagabend den Intersport-Eventcenter Redblue und ihre Festgäste aus aller Welt für eine lange Nacht ins Außerirdische gebeamt − zwar nicht physisch, aber immerhin gedanklich und vor allem gestalterisch.
Inszenierung Mitgenommen auf die grandios inszenierte Reise in die ganz andere Welt der Hightech hat die Firma nicht nur zahlreiche Wegbegleiter und Partner, sondern natürlich auch Kunden. Dass beim Azur-Jubiläum illustre Gäste dabei sind, erklärt sich durch die Branche fast von selbst. Wer sonst in der Region hat regelmäßig mit der europäischen Raumfahrtorganisation ESA zu tun?
Carla Signorini, die bei der ESA in den Niederlanden den Bereich Electrical Engineering leitet, oder Ludwig Grandl, der bei Astrium in Ottobrunn als Vizepräsident für Satelliten-Sonnensegel zuständig ist, verdeutlichen in einer Podiumsrunde mit weiteren Gästen die Bedeutung der Heilbronner Firma für die Raumfahrt. Von künftigen Weltraumprojekten bis zur Frage, ob das seltene Element Germanium, das von Azur Space heute statt Silizium zu Photovoltaikzellen verarbeitet wird, recycelt werden kann, reicht die Fachdiskussion.
Dass der Weg an die Spitze lang und technisch anspruchsvoll war, können die Festgäste bei einem technikschweren Vortrag von Horst Fischer nacherleben, der nach 1964 die Entwicklung der ersten deutschen Solarzellen in Heilbronn maßgeblich vorangetrieben hat. Ihm und weiteren Vertretern der Anfangsjahre erweisen die heutigen Azur-Geschäftsführer Dr. Klaus-Dieter Rasch und Jürgen Heizmann bei der Feier ihre Reverenz.
Show Aus Heilbronner Sicht wesentlich ist das Geschenk, das Oberbürgermeisters Helmut Himmelsbach dem Azur-Management zum Jubiläum übergibt: Es ist ein historisches Bild des Heilbronner Rathauses − als Erinnerung daran, an welchen Verwaltungssitz das Unternehmen auch künftig seine Gewerbesteuern abliefern soll.
Dass die Feier trotz aller Physik Spaß macht, dafür sorgt die Hamburger Eventdesignerin Julie Pecquet, die auch im Fernsehen und bei großen Shows regelmäßig für die richtigen Effekte sorgt. Für Azur bietet sie einen Roboter, Hostessen in Weltraum-Look sowie extracoole Soul-Musik auf.

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