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Gundelsheim

Unentschlossene und Überzeugte

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Reaktionen der Besucher auf die Auftritte der beiden Kandidaten − Mehrheit sieht Amtsinhaberin in der Favoritenrolle

Von unserem Redaktionsmitglied Bianca Zäuner
Volles Haus in der Deutschmeisterhalle: Vor knapp 500 Zuschauern stellten sich Heike Schokatz und Michael Bergner den Fragen der Redakteure.Foto : Dennis Mugler
Volles Haus in der Deutschmeisterhalle: Vor knapp 500 Zuschauern stellten sich Heike Schokatz und Michael Bergner den Fragen der Redakteure.Foto : Dennis Mugler

Vor demWahlforum hatten sich viele Gundelsheimer bereits festgelegt, welcher der beiden Kandidaten am Sonntag ihre Stimme erhält. Es gab aber auch Unentschlossene. Zwei von ihnen waren Ilona Marchhauser und Sabine Mühlberger. Sie nutzten die Podiumsdiskussion, um sich einen Eindruck von den Kandidaten zu machen. Ihre Entscheidung sei noch offen, versicherten sie.

Oliver Schuster hatte sich ebenfalls noch nicht festgelegt. Wie einige andere war er besonders auf die Ausführungen des Herausforderers Bergner gespannt. "Frau Schokatz kenne ich ja schon", sagte er. Jürgen Münkel hoffte ebenfalls auf eine interessante Diskussion. Er sei mit Schokatz als Bürgermeisterin zufrieden. Trotzdem wolle er sich beide Positionen anhören.

Während des Forums gab es für beide Kandidaten Applaus wie auch kritische Reaktionen. Die im Anschluss befragten Besucher sahen die Amtsinhaberin für die Wahl am Sonntag als Favoritin. War es Zufall? Überzeugte Bergner-Wähler, die zu einer Stellungnahme bereit gewesen wären, waren nach Veranstaltungsende im Foyer der Deutschmeisterhalle nicht anzutreffen.

Erfahrung "Beide haben sich sehr wacker geschlagen und ihre Chance verdient", resümiert Alexander Deschner die Veranstaltung. Heike Schokatz habe dank ihrer Amtserfahrung zwar einen Wissensvorteil, aber das alleine wolle er ihr nicht als Vorsprung anrechnen.

Der Herausforderer Michael Bergner habe schwierige Fragen beantworten müssen, sagt Michaela Reichert-Kühner. "Das hat er aber gut gelöst". Die amtierende Bürgermeisterin konnte in ihren Antworten auf dem aufbauen, was sie in den letzten acht Jahren geschaffen hat. Reichert-Kühner sieht einen möglichen Wahlsieg des Kommissars kritisch. Er müsste sich lange Zeit in sein Amt einarbeiten, meint sie. Dadurch könne sich vieles verzögern.

"Es ist nicht so, dass Bergner generell schlechte Antworten gegeben hat", meint Uwe Knoll. Für ihn lag die Amtsinhaberin aber trotzdem "deutlich vorne". Sie habe die kompetenteren Aussagen getroffen, während ihr Herausforderer "drumrum geschwätzt hat", schilderte Knoll seinen Eindruck.

Michael Förch hat besonders gut gefallen, dass beide die gleichen Fragen beantworten mussten. "Dadurch konnte man klar unterscheiden: Wo steht der eine, wo steht der andere." Heike Schokatz ist auch für ihn die klare Favoritin. Herausforderer Michael Bergner "hatte den Nachteil, dass ihm gewisse Hintergründe nicht bekannt waren."

"Vom Gegenkandidat kam wenig rüber, er war schlecht vorbereitet und schlecht informiert", lautete Axel Pflügers Urteil zum Aufritt Bergners beim Wahlforum. "Schokatz’ Argumente haben gezogen und waren auch für jeden verständlich", ist Pflüger überzeugt.

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