Güglingen

Ulrich Heckmann gewinnt Bürgermeister-Wahl in Güglingen

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Heckmann setzte sich im ersten Wahlgang mit 51 Prozent gegen seine vier Mitbewerber durch.

Als gegen 18.30 Uhr das Ergebnis des noch ausstehenden Briefwahlbezirks auf der Leinwand erscheint und den Wahlsieg bestätigt, löst sich bei Ulrich Heckmann die Spannung: „Ja!“, bricht es aus ihm heraus – derweil im Rathaus kräftiger Applaus aufbrandet. Genau 51 Prozent der Stimmen holt der 46-jährige Politik- und Kommunalberater. Damit hat der Bruchsaler, womit die wenigsten gerechnet haben, die Wahl bereits im ersten Durchgang entschieden.

Amtierender und künftiger Bürgermeister: Klaus Dieterich (links) und Ulrich Heckmann. Blumen gab es für dessen Lebensgefährtin Diana Bracher. Foto: Mario Berger
Amtierender und künftiger Bürgermeister: Klaus Dieterich (links) und Ulrich Heckmann. Blumen gab es für dessen Lebensgefährtin Diana Bracher. Foto: Mario Berger  Foto: Mario Berger

Schon im ersten ausgezählten Wahlbezirk, dem Güglinger Rathaus, lag Heckmann deutlich vorn: Fast 56 Prozent für ihn, nur 28,5 Prozent für seinen schärfsten Rivalen, den Güglinger Stadtrat Joachim Knecht. Der 49-jährige Mitarbeiter im Wasserwirts

chaftsamt des Landratsamts Heilbronn erkennt auch bei den folgenden Wahlbezirken, wie Heckmanns roter Balken auf dem Säulendiagramm stabil bleibt. Nur in seinem Wohnort Eibensbach liegt Knecht vorne: 54,1 Prozent für ihn, nur 31,4 Prozent für Heckmann.

Klares Gesamtergebnis

Am klaren Gesamtergebnis ändert das aber nichts. „Es ist mir offensichtlich nicht gelungen, mit meinen Sachargumenten zum Wähler durchzudringen“, räumt Knecht ein. Er applaudiert fair, als der amtierende Rathauschef Klaus Dieterich verkündet: „Güglingen hat einen neuen Bürgermeister, und der heißt Ulrich Heckmann.“

Dieterich hatte im Herbst angekündigt, dass er nach 24 Jahren für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Fünf Kandidaten bewarben sich letztlich um seine Nachfolge. Die Nicht-Verwaltungsleute Marcus Moser, David Sansi und Ulrich Raisch hatten aber keine Chance. Doch während Finanzfachmann Marcus Moser das eigene Ergebnis (5,5 Prozent) als „enttäuschend“ einstuft, ist Marketing-Spezialist David Sansi (6,1 Prozent) sehr zufrieden: „Ich habe mein selbst gestelltes Ziel übertroffen.“

Ulrich Heckmann ist froh, dass es „heute Abend ausgegangen ist“. Den Mitbewerbern dankt er für den Verlauf des Wahlkampfs: „Alles fair, alles gut.“ Joachim Knecht wird er im Gemeinderat wiederbegegnen. Ihm bietet er ein gutes Miteinander an: „Ich bin sicher, dass wir einen Weg zusammen finden.“
Auch etliche Nachbarbürgermeister sind gekommen, um dem künftigen Kollegen zu gratulieren. Für Lacher sorgt Heckmann mit der Frage, ob der Musikverein das Badener Lied spielt. Nein, tut er nicht: Die Güglinger Bläser intonieren den Marsch „In Harmonie vereint“.

Würde und Bürde

Ich war sehr zuversichtlich, dass es heute reicht“, sagt Heckmann gegenüber unserer Zeitung. Das Amt bedeute Würde und Bürde: „Ich habe keine Angst, aber Respekt vor der Aufgabe.“
Enttäuschend war die Wahlbeteiligung: 49,8 Prozent – nur jeder zweite Wahlberechtigte gab seine Stimme tatsächlich ab. Für eine Neuwahl ein schwacher Wert.
Kommentar „Für den Wechsel“

 


Nach oben  Nach oben