Pro Region will neue Gruppen ansprechen
Die Bürgerinitiative Pro Region Heilbronn-Franken will sich breiter in der Bevölkerung verankern. Die Mitgliederversammlung beschloss am Mittwochabend im Heilbronner Bankhaus, sich verstärkt um Ältere, Migranten und Jugendliche zu kümmern.

Hintergrund ist die Tatsache, dass aus Pro Region seit der Gründung 1997 "noch keine Volksbewegung" geworden ist, wie es Frank Stroh, stellvertretender Beiratsvorsitzender, ausdrückte. Ein Blick auf die Mitgliederentwicklung des Vereins, der sich der Stärkung des Wir-Gefühls in der Region verschrieben hat, bestätigt diese Einschätzung: Während Pro Region in den ersten neun Jahren ein stetiges Wachstum verbuchte, bewegt sich die Mitgliederzahl seit Jahren um die Marke von 500. Aktuell zählt der Verein 502 (Vorjahr: 514) Mitglieder.
Damit sich das ändert, hat Pro Region im vergangenen Jahr in Workshops selbstkritisch Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit gezogen und über Verbesserungen nachgedacht. Festhalten will der Verein auf jeden Fall an den beiden Hauptveranstaltungen: dem Regionaltag, der in diesem Jahr am 27. Juli in Schwäbisch Hall stattfindet, und an der Regionaltafel, die die Entscheidungsträger der Region im Audi-Forum zusammenbringt. Auch als "Plattform für politische Gespräche" und Lobby-Organisation versteht der erste Vorsitzende Jochen Kübler den Verein.
Als Defizite haben die Mitglieder neben einer ausbaufähigen Öffentlichkeitsarbeit die geringe Bekanntheit und Akzeptanz von Pro Region insbesondere bei Älteren, Migranten und Jugendlichen identifiziert. Deshalb werden sich nun Arbeitsgruppen mit der gezielten Ansprache und Einbindung dieser Gruppen befassen und konkrete Schritte beschließen. Das Ziel lautet bei allen Gruppen, die Identifikation mit der Heimatregion zu stärken.
Abhängigkeit
Finanziell steht Pro Region ordentlich da, wie Schatzmeister Werner Gassert berichtete. Einnahmen in Höhe von 166 911 Euro standen Ausgaben von 167 067 Euro entgegen. In der Kasse waren zum Jahresbeginn 11 172 Euro. Hauptposten bei den Ausgaben 2013 war der Regionaltag mit 36 396 Euro, die Regionaltafel kostete 27 058 Euro. Bei den Einnahmen zeigt sich die Abhängigkeit des Vereins von Reinhold Würth. 120 000 Euro spendete das Unternehmen des Pro-Region-Gründers aus Künzelsau.
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