Polizei auf der Suche nach Serienbrandstiftern
Erneut haben im Raum Neckarsulm und Erlenbach Gartenhütten gebrannt. Mittlerweile gehen die Fahnder von Serientätern aus. Ein Grafik zeigt die Brände der jüngeren Vergangenheit in der Gegend.

Kurt Ingelfinger steht auf dem Hof seines Obstbaubetriebs in Erlenbach. Das Holzhäuschen, das am Montagabend abbrannte, steht nur wenige Meter von seinem Hof entfernt. Ingelfinger ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Erlenbach. Sie musste, ebenso wie die Feuerwehr in Neckarsulm, in den vergangenen Monaten mehrfach zu kleineren Bränden ausrücken. „Man fragt sich schon: Was kommt als nächstes?“
Völlig zerstört
Laut Polizeibericht wurde die Feuerwehr gegen 19.15 Uhr wegen des Brandes der Holzhütte gegenüber von Ingelfingers Hof alarmiert. 20 Einsatzkräfte mussten den Brand löschen. Hütte und Inventar wurden zerstört. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere hundert Euro.
15 Minuten später brannte es erneut. Im Neckarsulmer Wilfenseeweg stand eine Gartenhütte in Flammen – zum zweiten Mal innerhalb von zehn Monaten. Elf Feuerwehrleute löschten den Brand. Aufgrund der Gesamtumstände geht die Polizei von Brandstiftung aus. Am Montagabend fahndeten die Beamten in der Umgebung nach möglichen Tätern. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz.
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Hinweise erlangten die Polizisten jedoch nicht. Die beiden Brände werden von den Ermittlern einer Serie zugeordnet. „Leider fehlen uns fehlen bislang Hinweise“, sagt Yvonne Schmierer, Sprecherin der Polizei Heilbronn. Die Spurensicherung sei nach einem Brand oftmals schwierig. Man ermittle in alle Richtungen.
Unauffällig
Hermann Berthold wohnt nicht weit von einer der Hütten entfernt, die am Montag angesteckt wurde. Berthold ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Neckarsulm. Warum einer eine Gartenhütte in Brand steckt, hat für ihn eine einfache Erklärung. „Da ist niemand in der Nähe. Irgendwas in der Stadt anzuzünden wäre auffälliger.“
Dass mal ein Papiercontainer brennt, komme schon mal vor. „Da wirft mal einer eine Zigarette oder einen Feuerwerkskörper rein.“
Aufruf der Polizei
Personen, die Hinweise zu den Taten geben können oder Verdächtiges beobachtet haben, sollten sich bei der Polizei Neckarsulm, 07132 9371-0, melden.
Bereits in der Vergangenheit war es im Raum Neckarsulm und Erlenbach zu mehreren Bränden gekommen. Erst vor wenigen Wochen standen zwei Holzhütten in Flammen. Ob ein Tatzusammenhang besteht ist derzeit noch unklar.
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6. April 2014: Wassertank in Holzschuppen Wilfenseeweg (Neckarsulm)
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21. April: Altpapiercontainer bei der Realschule in der Damaschkestraße (Neckarsulm)
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21. April: Papierstapel in der Friedrichstraße (Neckarsulm)
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1. Juni Altpapiercontainer in der Pichterichstraße (Neckarsulm)
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24. Juni Container in der Felix-Wankel-Straße angezündet (Neckarsulm)
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14. Juli Scheune und Gartenhaus zwischen Erlenbach und Weissenhof
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16. September Gartenhütte Hängelbach (Neckarsulm)
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27. Januar 2015, Holzhütte Lachen (Erlenbach)
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28. Januar, Holzhütte Hafenmarkt (Erlenbach)
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23. Februar Gartenhütte Wilfenseeweg (Neckarsulm)
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23. Februar Autobahnunterführung Gartenhütte (Neckarsulm/Erlenbach)

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