"Im Dirndl soll man sich fühlen wie eine Prinzessin"

  
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Die Regensburger Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin Astrid Söll entwirft seit zwei Jahren exklusive Dirndl.

Astrid Söll
          Foto: Bauer-Dörr
Astrid Söll Foto: Bauer-Dörr

Die Regensburger Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin Astrid Söll entwirft seit zwei Jahren exklusive Dirndl. Nicht nur die Schönen und Reichen kaufen bei ihr. Im Heilbronner Trachtenmodengeschäft Rudolfo war die Designerin von Fans ihrer Kollektion umlagert. Ulrike Bauer-Dörr sprach mit ihr.

Frau Söll, für welche Stars und Promis haben Sie schon Dirndl kreiert?

Astrid Söll: Für Simone Ballack, Claudia Effenberg, Jocelina Dante, Bernadien Robben. Auch die Schauspielerinnen Christine Kaufmann und Christine Neubauer oder Heidi Klum tragen ein Modell von mir.

Auf was legen Ihre Kundinnen besonders Wert?

Söll: Sie wollen glamourös und festlich, einfach auffallend anders aussehen.

Kann jede Frau, egal mit welcher Figur und in welchem Alter, ein Dirndl tragen?

Söll: Eindeutig ja, wenn sie die passende Beratung hat und es passt. Ein Dirndl soll verschönern und schmücken. Die Trägerin soll sich fühlen wie eine Prinzessin.

Wer außerhalb des alpenländischen Raums Lederhosen und Dirndl trägt, wird kritisch beäugt und geniert sich deshalb ein bisschen. Ändert sich das gerade?

Söll: Absolut. Ich verkaufe meine Kollektion auch nach Berlin, in den hohen Norden oder in die USA. Meine Dirndl trägt man ins Theater, zu Hochzeiten und Taufen, einfach zu allen festlichen Events.

Kritische Zeitgenossen rümpfen die Nase über die Heilbronner Trachtennacht. Was sagen Sie denen?

Söll: Tracht ist zwar Tradition, aber auch Tradition unterliegt dem Wechsel. Dann ist es Innovation. Man sollte nie auf der Stelle treten.

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