Heilbronn will stärker von Burgenstraße profitieren
200 Ferienstraßen gibt es in Deutschland, aber nur 20 bieten Touristen einen wirklichen Nutzen. Dazu gehört die 1954 ins Leben gerufene Burgenstraße, die 1994 bis nach Prag erweitert wurde - auf eine Länge von knapp 2000 Kilometer.

Abschnittsweise arbeiten die Tourismusorganisationen zusammen und treffen sich regelmäßig, wie jüngst in Heilbronn, dem Sitz der Geschäftsstelle.
Für die Heilbronn Marketing GmbH (HMG) ist die Burgenstraße einer der Partner mit internationaler Reichweite. HMG-Geschäftsführer Steffen Schoch ist überzeugt, dass Ferienstraßen generell das beliebteste Medium seien, Deutschland zu entdecken.
Vom Zuwachs für den Urlaub in der Heimat will die Burgenstraße profitieren. Mit Zahlen zu Reisenden oder Übernachtungen kann Geschäftsführerin Ariane Born dabei nicht aufwarten, diese lassen sich bei einem losen Verbund nicht erheben. Doch vieles spreche dafür, dass das Interesse an der Route wächst.
Platz für Wohnmobiltouristen
Eine wichtige Zielgruppe sind die Wohnmobiltouristen: Heilbronn ist mit den Plätzen am Wertwiesenpark und an der Genossenschaftskellerei dabei. "Der Zweig boomt", freut sich Braun. Gerade für diejenigen, die im Camper unterwegs sind, sei eine ausgearbeitete Route eine Steilvorlage. Die extra aufgelegte Broschüre mit Tourenvorschlägen gibt praktische Tipps zu Stellplätzen, Restaurants, besonderen Geschäften für Mitbringsel, Veranstaltungen und Hundespazierwegen.

Auch Radtouristen will sich die Burgenstraße verstärkt empfehlen, auch wenn es teilweise "ordentlich den Berg rauf geht", etwa im Bereich von Kocher und Jagst, wie Ariane Born berichtet. Kartenmaterial und ein extra Radtourenbuch helfen bei der Planung. In Heilbronn gibt es eine neue Beschilderung für die Burgenstraße, sie wurde mitten auf der Götzenturmbrücke direkt bei den Radwegschildern platziert.
Abstecher von Heidelberg nach Heilbronn
Das Burgenstraße-Treffen sehen Schoch und Born als Gelegenheit, das touristische Potenzial von Stadt und Region auch bei den Nachbarn zu fördern. Von Heidelberg aus biete sich ein Abstecher hierher an, auch schon vor der Buga 2019. Die Touristiker seien auf Heilbronn aufmerksam geworden: Das, was sich hier vor allem am Neckar tut, stoße auf Interesse. Schon heute ein Zugpferd ist die Experimenta.
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