Palfinger investiert in künftiges Wachstum
Ladekran-Spezialist verlässt aus Platzgründen Abstatt und baut neue Niederlassung im Industriegebiet Bustadt.

Das Industriegebiet Bustadt bekommt weiteren Zuwachs. Der österreichische Konzern Palfinger baut dort seine neue Niederlassung. Der Spezialist für hydraulische Ladekrane für Lkw investiert rund vier Millionen Euro in den Standort in direkter Nachbarschaft zu den Unternehmen Tecnaro und WeGo Systembaustoffe am Rand der Bustadt.
"Der alte Standort in Abstatt ist aus allen Nähten geplatzt, wir mussten unbedingt etwas tun", sagt Niederlassungsleiter Uwe Falk. Eigentlich habe das Unternehmen in Abstatt bleiben wollen, allerdings habe es kein geeignetes Grundstück gegeben", erläutert Falk den Umzug in die Nachbargemeinde.
In Ilsfeld hat Palfinger ein 8000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, auf dem eine großzügige Montage- und Servicehalle mit sieben 26 Meter tiefen Zufahrtsboxen entsteht. An die Halle schließt sich ein modernes Büro- und Sozialgebäude an. "Damit verdoppeln wir unsere Kapazitäten", freut sich Uwe Falk. "Der Standort ist auf Wachstum angelegt", betonte Palfinger-Geschäftsführer Norbert Karrer gestern beim ersten Spatenstich.
Schulungen
Die Österreicher haben laut Karrer 190 Servicepartner in Deutschland, elf Standorte betreibt Palfinger in Eigenregie. In Ilsfeld werden künftig sämtliche Palfinger-Produkte aus dem Umkreis von rund 30 Kilometern gewartet und repariert − zum Portfolio gehören neben dem Kernprodukt Ladekrane unter anderem auch Abroll- und Absetzkipper, Hubarbeitsbühnen und Ladebordwände. Außerdem soll es am neuen Standort Schulungsräume für die Palfinger-Partner aus der weiteren Region geben.
Wachstum ist auch personell geplant. Karrer rechnet damit an, dass die elfköpfige Belegschaft in Ilsfeld in den nächsten drei bis fünf Jahren auf 30 Mitarbeiter wächst. "Wir haben hier Ambitionen, das Geschäft läuft gut", sagt Karrer.
Ilsfelds Bürgermeister Thomas Knödler zeigte sich glücklich über die Neuansiedelung, die von den Bauunternehmen Schmid aus Österreich und Wildermuth aus Bietigheim-Bissingen umgesetzt wird. "Das ist eine tolle Bereicherung des Portfolios, weil es sich um eine Branche handelt, die wir in Ilsfeld noch nicht haben", sagte Knödler. Auch der Bürgermeister hofft auf den Wachstumskurs von Palfinger, weshalb er ein benachbartes Grundstück als Erweiterungsfläche ins Spiel gebracht hat. Doch vorher wollen die Österreicher erst einmal ihr neues Domizil mit Leben füllen, das im Juni 2016 bezugsfertig sein soll.
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