Im Notfall richtig verbunden
Hilfe! Also ran ans Telefon und wählen. Bloß welche Nummer ist wann richtig? Wir klären auf.

Hilfe! Also ran ans Telefon und wählen. Bloß welche Nummer? Polizei oder Feuerwehr? Notarzt oder Kassenärztlicher ?Bereitschaftsdienst? Mit oder ohne Vorwahl? Im Notfall, in Stress- und Ausnahme-Situationen kann man leider nicht lange überlegen.
Die 110 und die 112 für Notfälle haben die meisten Menschen im Kopf. Trotzdem landet man das eine Mal direkt bei der Polizei, das andere Mal bei der Integrierten Leitstelle des Roten Kreuzes. Aber keine Sorge: Die Disponenten von Feuerwehr und Rotem Kreuz kennen sich hervorragend aus, entscheiden in Sekundenschnelle, was zu tun ist, und bringen die richtige Hilfe auf den Weg.
Alle Hilfs- und Rettungsdienste sind vernetzt, es wird sofort weiterverbunden. Sämtliche Gespräche werden sicherheitshalber aufgezeichnet.

Ein Brand, ein Unfall, ein schweres Unwetter, Erdbeben: Wenn viele Menschen binnen weniger Minuten gleichzeitig dieselbe Notruf-Nummer wählen, bringen sie ihre Rettungsleitstelle ganz schön ins Schwitzen. Bis das Personal bei einem größeren Notfall kurzfristig aufgestockt ist, landen Anrufer schon mal in der Warteschleife. Pech, wenn ein medizinischer Notfall auf der 112 nicht durchkommt, weil x Mal aufsteigender Rauch aus einem Garten oder vollgelaufene Keller nach einem Sturzregen gemeldet werden.
Nicht leicht zu durchschauen sind die Bereitschaftsdienst-Nummern der einzelnen Facharztgruppen nach Feierabend, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Die Nummern laufen in der Regel bei einem Anrufbeantworter auf, der an die zuständigen Praxen und deren Öffnungszeiten verweist.
Politisch installiert mit dem Ziel der Entlastung der Leitstellen wurde die etwas umständlich zu handhabende 116117 für den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Die gibt es in Baden-Württemberg seit Sommer 2015. Es rufen aber immer noch zu viele Bürger unter der 19222 an und fragen dort nach einem Arzt.

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