Hochwasserschäden mittlerweile behoben

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Als sich die Flut zurückgezogen hatte, wurden die Schäden, die das Hochwasser in den ersten Junitagen angerichtet hat deutlich. Mit harter Arbeit haben die Flutopfer die Spuren beseitigt.

Von Steffen Heizereder

 

Mehr als einen Meter hoch stand das Wasser Anfang Juni in der Tennis- und Freizeitanlage Happy Match im Neckarsulmer Stadtteil Obereisesheim (Foto: privat). Das Hochwasser hatte das Restaurant überschwemmt, die Böden der Tennis- und Squashplätze aufgeweicht. Gerhard Häberlen stand vor dem Ruin – wieder einmal. 

In den 33 Jahren, in denen der Geschäftsführer das Happy Match betreibt, hat er acht schwere Hochwasser erlebt. Das hinterlässt Spuren. „Bei jedem Tropfen Wasser fühlen wir uns unwohl.“ Die Flut der ersten Junitage kam für Häberlen überraschend. 500.000 Euro Schaden richtete das Naturereignis in der Anlage an.

Dennoch: „Wir haben schon gewusst, dass wir weiter machen“, sagt der Neckarsulmer. Zuvor hieß es kräftig anpacken. Etwa 50 Helfer haben mitgeholfen und das Happy Match wieder hergerichtet. „Ohne die wäre es nicht gegangen“, sagt Häberlen.

Vier Wochen nach dem Hochwasser wurde das Restaurant wieder eröffnet. Die Squashplätze haben vor einigen Wochen neue Bodenbeläge bekommen.

Schlamm und Wasser

Wenige Meter weiter war auch das Vereinsheim des Vereins für Deutsche Schäferhunde in Schlamm und Wasser versunken. Erst an Tag drei des Hochwassers, als die Wassermassen sich bereits wieder zurückgezogen, konnten die Vereinsverantwortlichen das Gebäude betreten.

Der Schock saß tief: Theke, Kühlschrank und sämtliche elektrischen Geräte waren kaputt. „Wir hatten einen Komplettschaden“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Hekler. Insgesamt lag der Schaden bei 38.000 Euro.

Das heute wieder Hunde auf dem Gelände trainieren, liegt an den Vereinsmitglieder, die 18 Wochen lang ihr Vereinsheim wieder aufgebaut haben. 

 

 

Auch die Stadt Neckarsulm hatte Schäden zu beklagen. Die Felix-Wankel-Straße wurde von den Wassermassen unterspült. Nach Angaben von Rathaussprecher Andreas Bracht entstand ein Gesamtschaden von etwa 50 000 Euro.

„Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der Feuerwehr“, sagt Bracht. 212 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Während des Hochwassers arbeiteten sie insgesamt 1433 Stunden.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Nicht nur in Neckarsulm, im gesamten Landkreis waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Auch in der stark betroffenen Lauffener Kiesstraße. Dort betreibt Karin Leitenberger ihren Friseursalon.

Sie hat schon etliche Hochwasser erlebt – und sich darauf vorbereitet. Die Möbel hat sie in der Wohnung, die sich über dem Geschäft befindet, untergestellt. Der Friseursalon selbst ist mit Fliesen ausgekleidet.

Nach den schweren Hochwassern in den 1990er-Jahren hat Leitenberger ihren Salon hochwassersicher gemacht. „Dadurch konnten wir den Schaden begrenzen.“

 

>>> zur Hochwasser-Berichterstattung

 


 


 

 
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