Weinsberg
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Hagelbekämpfung: Flieger sind startklar

  
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Die im Weinbau eingesetzten Hagelflieger sind für die neue Saison gerüstet. Die Flugzeuge stehen startklar am Flughafen Stuttgart.


 

Durch das Engagement des Weinbauverbands Württemberg ist es gelungen, das bisherige Schutzgebiet der Region Stuttgart nach Norden auf die zwei Weinbaugebiete Heuchelberg und Stromberg zu erweitern. In den Jahren 2008 und 2011 war es in Teilen der Region durch Hagelschäden zu erheblichen Ernteausfällen gekommen. 

Silberiodid soll Hagelbildung bremsen

Im Rems-Murr-Kreis sind bereits seit mehr als 30 Jahren Hagelflieger unterwegs. Die Flugzeuge lassen bei Gewitterwarnungen Rauchgas mit Silberiodid in die Wolken aufsteigen. So soll sich in vielen Fällen erst gar kein Hagel bilden, große Hagelkörner sollen kleiner werden. Die Mengen im Niederschlag sind für den Menschen ungefährlich. 

Die Piloten arbeiten bei ihren Einsätzen mit einem Wetter-Institut in Karlsruhe zusammen, das die Wolken per Radar nach Eiskristallen absucht. Finanziert wird der Hagelflieger durch eine Umlage pro Rebfläche.

Die Lauffener Weingärtner gehören teilweise schon zum Gebiet der Hagelflieger. 2012 haben sie mit der WG Mundelsheim fusioniert, die schon länger von den Hagelfliegern betreut wird. Jetzt wird der Schutz im Landkreis Heilbronn ausgedehnt. kra/red
 

 

Hintergrund: Hagel 

Hagel entsteht laut Deutschem Wetterdienst, wenn in Gewitterwolken heftige Aufwinde kleine Wassertröpfchen nach oben wirbeln. Dort gefrieren sie zu Eis, fallen und steigen wieder auf. Je größer die Gewitterwolke und je stärker die Aufwinde, desto häufiger wiederholt sich dieser Vorgang, bis die Eisklumpen schließlich so groß sind, dass sie der Aufwind nicht mehr trägt und sie zu Boden fallen. Hagelkörner können zu gefährlichen Geschossen werden. Normalerweise haben sie einen Durchmesser von fünf bis zehn Millimetern, in Extremfällen sind sie mehr als zehn Zentimeter groß. 

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