Leingarten

Flohmarkt: Lieblingsstücke und Selbstgemachtes

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Anabel Dollmann organisiert den ersten Frauen- und Kreativflohmarkt im St. Lioba-Gemeindezentrum in Leingarten.

Von Claudia Kostner

Die Idee hatte Anabel Dollmann erst vor etwa sechs, sieben Wochen. Die 24 Tische, die sie für ihren Frauen- und Kreativflohmarkt vergeben kann, sind aber schon so gut wie ausgebucht. Am Samstag, 8. Juli, gibt es im katholischen St. Lioba-Gemeindezentrum in Leingarten „Lieblingsstücke und Selbstgemachtes“.

„Alles, was die Frau so im Schrank hat“, wird beim Flohmarkt günstig verkauft. Klamotten, Handtaschen, Schuhe, Sonnenbrillen, Schmuck. „Jede Frau hat etwas, das nicht mehr passt oder das sie sogar noch nie anhatte, zu Hause“, weiß Anabel Dollmann aus eigener Erfahrung. „Und es gibt so viele begabte Menschen, die so viele tolle Sachen machen.“ Diese beiden Gruppen will sie zusammenbringen – und zwar in „einer guten Mischung aus Alt und Jung“.

Premiere für Anabel Dollmann

Für die quirlige Portugiesin ist die Organisation einer solchen Veranstaltung Premiere. Anfangs lief Vieles über Mund-zu-Mund-Propaganda im Freundes- und Bekanntenkreis, inzwischen hat sie Plakate und Flyer verteilt. Natürlich hat Dollmann auch ihren eigenen Kleiderschrank durchforstet. An manchen Stücken hängt sogar noch das Preisschild. Andere sind „Lieblingsstücke“, die nicht mehr passen, für die Altkleidersammlung aber viel zu schade sind.

Und weil sie selbst „schon immer gerne Kunst macht“, hat die 53-Jährige eigens für den Basar aus Ritzenhoff-Kaffeetassen, die ihr nicht mehr gefallen, originelle Lampen gebaut. Andere Anbieterinnen verkaufen Grußkarten, Babykleider, Socken oder Seifen.

Couchtisch aus Holzresten, Kerzenleuchter aus Metall

In Anabel Dollmanns Haus ist Vieles selbst gemacht. Für den Couchtisch hat Anabel Dollmann auf Baustellen Holzreste „erbettelt“, die imposante Lampe über dem Esstisch und ein riesiger Kerzenleuchter sind aus Metall, das sie mit Chemie zum Rosten gebracht und dann verarbeitet hat. Aber ihre eigentliche Leidenschaft ist das Malen. Überall, sogar im Keller, schmücken ihre Gemälde die Wände.

Bei der IHK Heilbronn hatte sie bereits eine eigene Ausstellung. „Bei den Offenen Hilfen hängen auch einige meiner Werke, weil ich nicht mehr weiß, wohin damit“, erzählt die Ehefrau und Mutter zweier erwachsener Töchter lachend. „Ich trenne mich so ungern von meinen Bildern.“ Wenn jemandem eines gefällt, leiht sie es ihm lieber aus, statt es zu verkaufen.

Der Job lässt oft wenig Zeit zum Malen

Um ihr Hobby zu finanzieren, arbeitet die gelernte Spanisch-Dolmetscherin seit 2012 im Auftrag der Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM) Heilbronn-Franken als Sprachförderdozentin an der Leingartener Hans-Sauter-Schule und der Grundschule in Alt-Böckingen.

Das macht ihr viel Spaß. „Aber der Job lässt mir wenig Zeit fürs Malen“, hat sie festgestellt. Zumal sie zusätzlich für die Stadt Heilbronn als kulturelle Mittlerin aktiv ist, indem sie Portugiesen beispielsweise auf Ämter begleitet oder bei der Wohnungssuche hilft.

Energie Temperamentvoll, wie die Leingartenerin ist, hat sie trotzdem noch die Energie, mit viel Liebe zum Detail „Lieblingsstücke und Selbstgemachtes“ auf die Beine zu stellen. „Es ist eine gute Mischung, und ich lasse mich einfach mal überraschen“, freut sich Dollmann auf den Samstag.

 

Mehr Informationen

Der Flohmarkt beginnt am Samstag, 8.Juli, um 9 Uhr und dauert bis 15 Uhr. Veranstaltungsort ist das katholische Gemeindezentrum St. Lioba, Im Rosenberger 13 in Leingarten.

Wer etwas verkaufen möchte, kann sich unter belas-lieblingsstuecke@web.de oder unter belas-lieblingsstuecke.jimod.com melden. Die Tischgebühr beträgt 15 Euro.

 

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