Heilbronn

Erste Rohbauten auf Buga-Gelände fertiggestellt

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Die Stadtausstellung im Neckarbogen nimmt Gestalt an. Spätestens im Juli 2018, so die Vorgabe der Bundesgartenschau, sollten die Häuser bezugsfertig sein.

Von Bärbel Kistner

 

 

Die Stadtausstellung im Neckarbogen nimmt Gestalt an − vor allem durch den Baufortschritt im mittleren Baufeld. Dort ist bei allen sieben Gebäude der Rohbau fast abgeschlossen, teilweise hat bereits der Innenausbau begonnen. Spätestens im Juli 2018, so die Vorgabe der Bundesgartenschau, sollten die Häuser bezugsfertig sein, damit noch genügend Zeit für die Gestaltung der Außenanlagen bleibt.

"Wir haben pünktlich am 1. Juli 2016 angefangen", sagt Joachim Kruck, der mit seinem Unternehmen alleine fünf der Gebäude im Baufeld I realisiert. Den Zeitplan habe man auch deshalb exakt eingehalten, weil sich Kruck und Partner mit mit den beiden weiteren Bauherren, Siedlungswerk und Baugruppe Apollo, über grundstücksübergreifende Fragen verständigt habe. Alle sieben haben den gleichen Rohbauer beauftragt, ebenso gemeinschaftlich den Landschaftsgärtner.

Das Luftbild zeigt die unterschiedlichen Baufortschritte im Neckarbogen. Während im mittleren Baufeld bei fast allen Gebäuden der Rohbau steht, sind in den beiden anderen Abschnitten noch keine Höhen erkennbar. Foto: Manuel Maier
Das Luftbild zeigt die unterschiedlichen Baufortschritte im Neckarbogen. Während im mittleren Baufeld bei fast allen Gebäuden der Rohbau steht, sind in den beiden anderen Abschnitten noch keine Höhen erkennbar. Foto: Manuel Maier

Tiefgarage und Nahwärmeversorgung mit Biogas-Blockheizkraftwerk wurden von Kruck geplant und realisiert. Baufeldweise zentral vorzugehen mache dort Sinn, wo Wirtschaftlichkeit wichtiger sei als Vielfalt, beschreibt Kruck die Situation. "So können unnötige Reibungspunkte vermieden werden, die Zeit, kreative Energie und Geld kosten."

Ab Juli werden Fassaden montiert

Ein Teil der Rohinstallationen für Sanitäranlagen und Elektrik sind bereits fertig. Es folgen Zwischenwände, Termine mit dem Estrichleger stehen, sagt Kruck-Geschäftsführer Werner Durst. Ab Mitte Juli kommen die ersten Fassaden an die Gebäude, bis Jahresende sollen alle Häuser verkleidet sein. Das Eckhaus in südöstlicher Richtung zum Neckar hin soll bereits zum Jahresende fertig sein, die Holzfenster aus Weißtanne sind bereits eingebaut. Bis Frühjahr 2018 sollen alle fünf Gebäude fertiggestellt sein.

Dass die Investoren und Projektentwickler der beiden anderen Baufelder noch längst nicht so weit sind wie sie selbst, damit hatten Kruck und Durst anfangs nicht gerechnet − das könnte vor allem im Blick auf die mögliche Verschmutzung von Fenstern und Fassaden zusätzlichen Reinigungsaufwand mit sich bringen.

Baugrube musste aufwendig abgestützt werden

Im benachbarten Baufeld J sind die Bauarbeiter noch mit Arbeiten an der Tiefgarage beschäftigt. Mit einer fünfmonatigen Verzögerung sollen im Juni die Hochbauarbeiten beginnen, informiert Eberhard Weigele von Paulus Wohnbau. "Wir hatten einen holprigen Start." Es gab mehrere Wechsel bei Bauträgern, und vor allem der Untergrund sorgte für erhebliche Probleme.

Anders als das Gutachten − Bestandteil des Kaufvertrags − erwarten ließ, sei der Grundwasserspiegel höher gewesen, berichtet Weigele. Die Baugrube musste aufwendig mit Spundwänden abgestützt werden. Auch bestand der Untergrund nicht aus Neckarkies: "Der Vorgänger des Winterhafen ragte weiter ins Baufeld." Organisches Material musste entsorgt und riesige Betonfundamente mit einem Meiselbagger zertrümmert werden. "Wir müssen jetzt richtig Gas geben", sagt der Projektentwickler.

"Es wird alles eng, wir sind nicht im Zeitplan, aber wir sind optimistisch", erklärt Joachim Beuchert von der Stadtsiedlung, die in dem Baufeld erst nachträglich eingestiegen ist, mit der Übernahme des Schlüsselprojekts, einem neunstöckigen Hochhaus. Für das bislang einmalige Projekt in Holzbauweise hätte sich Beuchert lieber ein Jahr mehr Zeit gewünscht. "Denn Innenausbau werden wir nicht bis zum Juli 2018 schaffen."

Bei der Buga geht man davon aus, dass zumindest alle Fassaden bis in einem Jahr fertig sind. "Wir haben keine Anhaltspunkte, dass jemand das nicht schafft", sagt Buga-Sprecherin Suse Bucher-Pinell.

 


 

Schindeln, Lamellen

Die Wettbewerbsentwürfe sollen wie geplant bei den Kruck-Bauten umgesetzt werden. Vielfalt bieten die Fassaden aus Backstein, Sichtbeton und Metalllamellen sowie eine Holzschindelfassade aus bayrischer Lärche. Eine Besonderheit ist grafischer Beton, entwickelt von Graphic Concrete, Finnland. Ein Gräsermuster über alle Etagen wird auf Weißbeton-Fertigteile übertragen. 

 
 
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